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YoYo Girl Cop

YoYo Girl Cop

Originaltitel: Sukeban deka: Kodo nemu = Asamiya Saki
Filmlänge: 98 Min
Produktionsjahr: 2006 Japan
Altersfreigabe:
Fsk16

Regie: Kenda Fukusaku








Darsteller:

Aya Matsuura als Saki Asamiya
Yuki Saito als Saki's Mother
Hiroyuki Nagato als Keishi Kurayami
Yui Okada als Tae Konno
Shunsuke Kubozuka als Jiro Kimura

Zugegeben als ich vor einem Jahr die Rezension zu Sukeban Deka geschrieben hab, hat mein Vergangenheits-Ich mal wieder die Schnauze zu voll genommen als er versprach sich auch die restlichen Teile der Reihe rein zu ziehen. Und heute kann ich nun endlich sagen, ich hasse ihn bzw. mich dafür. Nachdem ich mir also Sukebandeka the Movie 2: Counter-Attack from the Kazama Sisters angesehen hab brauchte ich erstmal eine längere Pause um mich an den neuesten Teil zu wagen, warum? Das ganze war ungefähr so, nach dem erfolgreichen Einsatz der YoYo Girl Cops im ersten Film und in der TV-Serie hat es wohl jemand für eine Super Idee gehalten eine YoYo Geheimpolizei aus Minderjährigen zu gründen, weil die ja natürlich am meisten Sinn für Verantwortung haben. Schnell wurde aus dieser Gruppe, in Uniformen die jeden Nazi stolz machen würden, eine militante Gruppe die z.B. Schulschwänzen unter Todesstrafe stellte. Die ursprünglichen YoYo Cops fanden das natürlich nicht so toll und zettelten einen Aufstand mit ein paar Kindern aus einem Ghetto an.

(Saki Asamiya früher)

Das Problem ist, das klingt jetzt alles wahrscheinlich besser als dass es ist! ich hab es auf jeden Fall bereut 90 Minuten meines Lebens mit diesen Unfug verschwendet zu haben. Einziges Highlight war der Wasser/Flammenwerfer, mit dem man Demonstranten erst anzünden und anschließend löschen kann, bei näherer Betrachtung war es aber auch nur ein Bagger mit etwas Pappe dran.

Beim dritten Film sollte nun alles besser werden, zumindest hab ich versucht mir das einzureden, wobei ein böser Vorbote schon auf den Regiestuhl saß, Kenda Fukusaku, Sohn des legendären Kinji Fukasaku, der mit Filmen wie Battle Royal, Tora! Tora! Tora! aber auch Trash im Form von The Green Slime glänzte. Nun hat sein lieber Herr Sohnemann schon mit Battle Royal 2 bewiesen das der Apfel manchmal doch weiter vom Stamm fällt. Also wollen wir mal sehen wie er sich dieses mal schlägt.

Ich muss gestehen bis zur Hälfte des Films wirkte das ganze richtig "gut", ja schon fast ein bisschen zu sehr nach Hollywood für meinen Geschmack. Nachdem ganzen Ärger in den 80er Jahren wandert Girl Cop Saki mit ihrer Tochter und einen Typen, der glaub ich nicht ganz der Vater der kleinen ist, in den Wilden Westen aus. Das funktioniert auch 13 Jahre ganz gut, bis man bemerkt das keiner der beteiligten eine Greencard hat. Da es sich aber um ein Yoyo erfahrenen Super Agenten handelt, geht man nicht von Schwarzarbeit sonder von Spionage aus, und sperrt die Saki erstmal ein. Die Tochter schlägt danach 12 Polizisten zusammen (das kann die wirklich!) und wird anschließend zurück nach Japan geschickt.

Natürlich wird sie dort von der merkwürdigen Yoyo-Organisation sofort unter Druck (Mutti sitzt im Knast) widerwillig angeheuert. Zudem bekommt sie auch noch den selben Namen wie ihre Mutter, damit man sich keine neuen Namen merken muss, oder das Finanzamt bescheißen kann. Nett wäre es auf jeden Fall gewesen sie durch zunummerieren.

(Saki Asamiya heute)

Der Auftrag ist recht simpel, eine Terrorgruppe mit eigener Homepage (nein nicht Trash-O-Meter!) droht auf ihrer Homepage mit irgendeinen Anschlag, wobei Forderungen oder Ziele komplett unklar sind. Da ein Yoyo-Girl-Cop an einer Schule in die Luft gesprengt wurde hat man sofort diese Anstalt in Verdacht und Saki wird unter Zeitdruck zur Untersuchung geschickt. Soweit so gut, alles sehr schlüssig und sogar etwas spannend. Was danach kommt war zwar nicht komplett enttäuschend aber es hat mich zumindest verwirrt. Ich bin ja nicht mal ein Mensch der von einen Film großartig Logik erwartet aber irgendwie wär eine etwas schlüssigere Story doch netter gewesen.

Die Gründe für den Anschlag der Terroristen, wenn es denn welche waren? sind mir bis heute nicht wirklich klar geworden. Meine Vermutung ist aber ein Bankraub und die Bombe ist nur als Ablenkung gedacht, dieser passiert aber so am Rande das es als Grund etwas lächerlich erscheint, schließlich kann man eine Bank ja auch so ausräumen. Eine Alternativtheorie ist das der Bösewicht einfach nur Spaß haben will, was er auch so zehn bis zwanzigmal im Film erwähnt, alles muss Spaß machen und interessant sein, hätten sich das mal die Drehbuch Autoren zu Herzen genommen.

Was mir persönlich dann doch Spass gemacht hat war der kugelsichere Lederdress (hört hört) in dem Saki gegen ein böses Yoyo-Girl-Cop kämpft, welches übergelaufen ist weil es halt wie gesagt Spaß macht und interessant ist. Zudem konnte ich den Bösewicht sofort erkennen als er das erste mal im Film zu sehen war. Alles in allem empfehle ich den Film nur Freunden der Serie oder Schuluniform Fetischisten, alle anderen sollten nicht zuviel für die DVD hinblättern.

















Hier noch ein Bild aus dem offiziellen Photobook welches ihr inoffiziell HIER bekommt. Und zuallerletzt noch der Trailer:


4 von 10 YoYo-Punkten
American Cyborg Terminator

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