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Godzillas Freunde: Mecha-King Ghidorah

Hallo und konijiwa zu einem neuen Artikel über schwitzende Männer in Latex-Anzügen. Für den Fall, dass es Leser gibt, die sich auf meine nicht totzukriegenden Monster-Geschichten freuen, muss ich mich zunächst für das fehlende November-Monster entschuldigen. Leider war ich dazu gezwungen, nur langweiligen Quatsch am Computer zu machen. Oft hab ich mir dabei gewünscht – und ich wette diesen Traum kennt jeder – drei Köpfe zu haben. Mit 3 Köpfen könnte ich theoretisch gleichzeitig studieren, während ich Artikel in für den Blog schreibe und nebenbei Geld verdiene oder Kaffee trinke. Leider wird mir dieser Spass bis zu einer futuristischen Zukunft wohl verwehrt bleiben. Wobei mir sowieso nur ein männliches Wesen einfällt, das multitaskingfähig ist .ICh rede natürlich vom dreiköpfigen Drachen des Verderbens King Ghidorah. Um das Thema Zukunft jedoch nicht ganz außen vor zu lassen, präsentieren wir den chromglänzenden:

Mecha-King Ghidorah (メカキングギドラ)


Linksbündig
Größe: 150 Meter
Gewicht: 80.000 Tonnen

Auftritte:
- Godzilla vs. King Ghidorah (Godzilla – Duell der Megasaurier) 1991
- Godzilla – Tokyo SOS (2003)

Bes. Begabung:
Mecha-King Ghidorah ist immer für eine Schulhof-Rauferei zu haben. Schließlich braucht das dreiköpfige Ungetüm aufgrund seines spanischen Brustpanzers aus Kolonialzeit ein bisschen Keile nicht zu fürchten. Dank seiner handgeklöppelten Flügel, die obendrein mit Solarzellen besetzt sind, kann er sich zudem fix aus dem Staub machen (und die grüne Umweltplakette für Monster einheimsen). Zudem verfügt Mecha-King Ghidorah über eine praktische Grillzange, bei der sogar George Foreman blass vor Neid werden würde.

Gerade mal 18 Jahre alt und schon ein Herzschrittmacher

Entstehungsgeschichte:
Ok festhalten, die Story von Duell der Megasaurier ist vor allem eins – nicht einfach zu verstehen. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen entwickelt die Geschichte ein enormes Potential an Fantasie und Action. So ist das Duell der Megasaurier bis heute einer meiner liebsten Godzilla-Streifen Neben den unzähligen Handlungssträngen des Films geht es auch noch ab durch die 4. Dimension, wobei man nicht wirklich viel Zeit damit verschwenden sollte, dahinter eine menschliche Logik entdecken zu wollen.
Also packen wir es an: Im Jahr 1992 sind alle Japaner wahrscheinlich schon genervt, dass mal wieder ein Ufo in ihrem Vorgarten parkt. Heraus kommen diesmal nur keine Weltall-Japaner, sondern Menschen aus der Zukunft, die sehr amerikanisch daherkommen. Am Lagerfeuer erzählen sie dann noch Gruselmärchen von einer Zukunft, in der Godzilla alles kaputt macht. Um das zu verhindern, brechen die Zukunftianer nach ihrer Pinkelpause in der Gegenwart (anders kann ich es mir nicht erklären) in das Jahr 1944 auf.

Der Plan: Den Dinosaurier, der durch Atombomben-Tests zu Godzilla geworden wäre aus dem Weg zu schaffen und ein paar Breitengrade höher ins Wasser zu schmeißen. Was die Gegenwarts-Japaner aber nicht wussten und wissen, dass die guten Besucher aus der Zukunft eigentlich böse Besucher aus der Zukunft sind! Heimlich setzten sie auf der Atombombeninsel eine Mischung aus Teletubby und Pokemon aus.

Die Dorats, niedlich bis an die Kotzgrenze

Ihr ahnt es, anstatt G to the Zilla zu erschaffen, verschmelzen die Atombomben die Gremlins und herraus kommt King Ghidora. Wieder in der Gegenwart angekommen, lassen die Anti-Entwicklungshelfer aus dem 23. Jahrhundert ihr neu gebautes Monster so allerhand abreißen (Achtung! nicht die Strahlen kreuzen). Die Japansiche Regierung sieht nur einen Ausweg – Godzilla muss wieder her! Zu diesem Zweck wird ein Atom-U-Boot losgeschickt, das den mindestens 48 Jahre alten Dinosaurier mit Atomraketen beschießen soll. Am Ziel angekommen staunen die U-Boot-Japaner nicht schlecht, als sie entdecken das die Urzeitechse durch das Ozonloch längst mutiert ist. Nach der Konserven-Nahrungs-Snack ist Godzilla frisch gestärkt und kennt kein HALTEN MEHR. Kurzerhand macht er King Ghidora im wahrsten Sinne des Wortes einen Kopf kürzer und vereitelt somit die bösen Machenschaften der Zukunftianer. Jedoch trampelt nun wieder Godzilla halb Japan platt, womit wir wieder beim Urproblem angekommen wären.

Die Lösung kommt in Form von Emmy, nicht der Preis, sondern eine Zukunftsbraut die sich mit den Menschen aus der Vergangenheit, also der damaligen Gegenwart, verbündet hat. Kurzerhand nimmt sie die Schlüssel für das Ufo-Zeitmaschinen-Ding und fährt zurück in die Zukunft. Dort angekommen fragt sie einen mysteriösen alten Mann, der für die Story völlig irrelevant ist, ob man nicht King Ghidora eine Reha-Kur gönnen sollte. Wieder im Jahr 1992 angekommen, bläst Emmy zum Angriff auf Godzilla, der sich hier immer noch die Beine vertritt. Alles weitere zieht ihr euch besser in bewegten Bildern rein.




Für den ganzen Spass gab es dann auch noch den Japanese Academy Award für Special Effects, und reichlich Kritik seitens der USA die nicht ganz so glanzvoll ausfiel. Trotz der komplizierten Story, die ich hier nur oberflächlich behandelt habe, ist das Duell der Megasaurier aber ein sehr unterhaltsamer Zeitvertreib. Leider wurde die Idee des Mecha-King Ghidorah nicht wieder aufgegriffen. Zu Abschluss noch etwas unnützes Wissen: Mecha-King Ghidorah wurde vom Catcher als Hurricane Ryu verkörpert, aus welcher Wrestlling-Liga dieser Mensch auch immer kommen mag.

DVD-Cover:
(In Deutschland mit dem affengeilen Untertitel "2204 - Das Ende der Zukunft hat begonnen")

American Cyborg Terminator

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