Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

The Day of the Triffids (1962)

UK 1962
Länge: 93 Minuten

Regie:
Steve Sekely

Darsteller:
Howard Keel - Bill Mason
Janette Scott - Karen Goodwin
Kieron Moore - Tom Goodwin
Janina Faye - Susan  






Der Roman „The Day of the Triffids“ des englischen Science Fiction Autors John Wyndham wurde  1951 veröffentlicht und gilt heutzutage als ein SciFi Klassiker. Zugegeben, wahrscheinlich in England etwas mehr als hierzulande, doch auch bei uns erschien der Roman in der bekannten Science Fiction Reihe des Heyne Verlags (die mit dem schwarzen Buchrücken). 

Seitdem wurde die Story in etlichen Radio-Hörspielen, Fernsehfilmen und Comics umgesetzt. Selbst der bekannte James Bond Produzent Albert R. Broccoli hatte kurzzeitig die Rechte an einer Verfilmung, ließ das Projekt jedoch komplett platzen. Die Zombiefans unter euch werden sich sicherlich noch an „28 Days Later“ von Danny Boyle (Trainspotting, 127 Hours ect.) erinnern. Auch dieser Film wurde laut Boyle direkt von den Triffids inspiriert. Dabei haben lediglich Zombies den Platz der Pflanzen eingenommen.

Wer unseren kleinen B-Filmblog schon länger und aufmerksam verfolgt, erinnert sich vielleicht auch an Commodore Schmidlapps Review zur BBC Verfilmung aus dem Jahr 2009 (hier Teil 1 und Teil 2). Auch ich hatte sowohl an den Schilderungen des Commodores als auch an dieser Interpretation meinen Spass. Jedoch wäre ich kein guter Cyborg Terminator, wenn ich euch nicht der Vollständigkeit halber auch die klassische Kinoverfilmung an den Kopf werfen würde. 

Die Story:
Es ist Nacht im königlich botanischen Garten. Nur der alte Nachtwächter verbringt die letzten Tage vor seiner Rente im Gewächshaus. Zugegeben, dass ist nur eine Vermutung, der gute Mann hat keine Sprechrolle. Vermuten kann man auch nur wo der pflanzliche Neuzuwachs des Tages herkommen mag. Der Film behauptet steif der Meteorschauer hätte die Triffidus Selestus als Gastgeschenk mitgebracht, jedoch befinden sich die Pflanzen schon am Anfang des Films vor Ort und vertreten sich erst später die Beine.

Joe Nachtwächter ist sichtlich überrascht wer alles zu seiner Abschiedsparty eingeladen ist.

Angespornt durch eben jenen quietschbunten Meteorschauer wachsen die Triffids binnen 2 Filmminuten zu einer stattlichen Größe heran und beginnen damit allerhand Menschen wegzuknuspern. Dabei haben sie tierisches …  nein Entschuldigung, pflanzliches Glück, dass der Radiosprecher wirklich jeden im Land höflich dazu aufgefordert hat in das Licht der Meteore zu schauen. Die Folge? Eine größere Massenblindheit als beim ZDF Fernsehgarten.

Alle blind? Ach was! Vereinzelt hatten natürlich Menschen Glück oder besseres zu tun, als sich die zugegeben dürftigen Special Effects der Meteore anzusehen. Der Matrose Bill Mason zum Beispiel liegt ohne weitere Erklärung in einer Augenklinik und die Meeresbiologin Karen, war viel zu beschäftigt sich mit ihren kongenialen aber alkoholkranken Ehemann Tom zu streiten. Als Meeresbiologin stilecht im Leuchtturm auf einer kleinen Insel.


Wilkommen zur 'Raten sie den Fusel Show' mit ihrem Gastgeber Bill Mason.

Bill Mason erwacht am nächsten Morgen in dem völlig verwüsteten Krankenhaus, was die Vermutung nahe legt, dass auch etwas mit seinen Ohren nicht stimmen mag. Auf seinem Weg durch London gabelt er noch die kleine Susan auf, die ähnlich viel Glück bezüglich des Bedarfs an Blindenhunden hatte. Ihre Flucht führt die beiden über den Kanal bis nach Frankreich und sogar weiter nach Spanien. Nur gut, dass der ganze Film dort gedreht wurde.

In der Parallel-Story versuchen die beiden Eierköpfe im Leuchtturm irgendwas Kluges zu erfinden, um der Mörderpflanzen Herr zu werden. Doof nur, dass sie dabei immer mal wieder von hausbesetzerischen Triffids gestört werden, die auch im Leuchtturm wohnen wollen. Schnell muss also eine Idee her um das Happy End des Films noch zu retten.

Der Unterschied:
Es zeigen sich einige signifikante Unterschiede zu der Original Story, in welcher Bill Mason als Botaniker an den Triffids arbeitet. Ursprünglich wird dabei der Verdacht geäußert die Triffids seien eine biotechnisch gezüchtete Spezies aus der UdSSR, welche durch einen Unfall freigesetzt wurde. Zudem wird der Grund genannt, warum Bill in der Augenklinik liegt, da ihn scheinbar ein Triffid aus tiefer Abneigung in die Augen gespuckt hat. Des weiteren gibt es im Roman weitaus mehr Sehende, was die ganze Geschichte etwas komplexer erscheinen lässt. 

Fazit:
Auch wenn ich die Meteore kritisiert habe, bin ich recht begeistert von der Darstellung der Triffids. Natürlich darf man diese nicht mit Effekten aus modernen Filmen vergleichen, doch hält man sich das Erscheinungsjahr des Films und ähnliche Monsterfilme vor Augen, sehen die außerirdischen Yukka Palmen doch recht ordentlich aus.  

Die Story hätte an einigen Stellen durchaus etwas dramatischer und spannender sein können wenn man vielleicht konsequenter in Richtung „Home Invasion“ gegangen wäre. Auch die Teilung in zwei parallele Storylines wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Daher hat mich das Ende oder besser die Enden leider auch nicht vollends befriedigt. Wer jedoch auf 60er Jahre SciFi steht und nicht den altbekannten Fehler macht das Buch vor dem Film zu lesen, sollte den Triffids eine Chance geben.

7 von 10 Punkten 
American Cyborg Terminator 2000

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