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Godzillas Freunde: King Kong

Hallo und ein クリスマスおめでとう (Kurisumasu Omedetoo) wie man es in Japan während dieser besinnlichen Tage des öfteren hört. Moment einmal, Weihnachten in Japan? Tatsache, der kulturelle Einfluss der amerikanischen Besatzung hat neben Baseball, Popmusik und Turbokapitalismus auch Christmas in das Land der aufgegangenen Wonne gespült. Was noch? … Riesenaffen!

Leider aber sprengt die Geschichte wie und warum King Kong es über den Teich und vor die Kamera von Ishiro Honda schaffte diesen ohnehin schon lagen Artikel, weswegen dies von mir nachgereicht wird, wenn ihr mir in der Kneipe mal ein Bier ausgebt. Bis dahin jedoch werfen wir gemeinsam einen Blick auf …


King Kong (キングコング)



BMI:
Größe: 45 Meter
Gewicht 25.000 Tonnen

Besondere Leistungen und Hobbys:
  • Passabeler Schwimmer 
  • Steht voll unter Strom 
  • Hat einen Faible für hübsche Frauen 
  • Öfters mal Rauschmittel einwerfen und abhängen
Filmauftritte USA:
  • King Kong und die weiße Frau (1933) 
  • King Kongs Sohn (1933) 
  • Panik um King Kong (1949) 
  • King Kong (1976) 
  • King Kong lebt (1986) 
  • King Kong (2005) 
Filmauftritte Japan:
  • Japanese King Kong (1933 verschollen)
  • King Kong erscheint in Edo (1938 verschollen)
  • Godzilla Schlachtfest der Giganten / King Kong vs. Godzilla / Die Rückkehr des King Kong (1962)
  • King Kong Escapes / King Kongs Counterattack / King Kong Frankensteins Sohn (1967)


Godzilla - Schlachtfest der Giganten


Mit Nunchucks gegen Chilli-Knoblauchatem
Kaum schaltet man den Fernseher ein, berichtet der hauseigene und sichtbar besorgte Nachrichtensprecher der U.N. über das mysteriöse abschmelzen der Eisberge in der Beringsee. Im Gegensatz zur Realität nehmen die Vereinen Nationen die Situation jedoch sofort ernst und schicken ein U-Boot um den Klimawandel zu erschießen.

Schnell ist ein unheimlich leuchtender Eisberg als Ursache der ganzen Misere ausgemacht. Dumm nur, dass man das U-Boot nicht wie geplant vor dem Eisberg einparkt sondern vielmehr per Auffahrunfall in selbigen hineinfährt. Von dem ganzen Gerumpel genervt, unterbricht Godzilla seinen Winterurlaub im Eisberg und lässt in Nordjapan sofort den Morgenmuffel raushängen.

Angefressen davon, dass Big G. dabei die komplette Aufmerksamkeit der Medien auf sich zieht, schickt Mr. Tako, seines Zeichens Chef eines Pharmakonzerns, seine beiden besten Mitarbeiter (Osamu und Kinsaburo) los, um ein eigenes Monster als Werbeträger aufzutreiben. Warum Niemand auch nur ein einigermaßen gutes Argument gegen diesen absurden Plan einbringt, ist mir völlig schleierhaft. Ungeachtet davon, ist schnell eine Südseeinsel gefunden, dessen eingeborene Japaner nach einer Explosion in der Schuhcreme-Fabrik leider noch keine Zeit hatten sich das Gesicht zu waschen. Das Gute an den Südseejapanern ist jedoch, dass sie einen Riesenaffen anbeten, den man prima betäuben und in ein schickes Ballettkleid stecken kann. Natürlich nur aus Marketinggründen!

Gorilla, ein verkannter Grund für Stromausfälle seit 1962

Leider erwacht das Entführungsopfer auf dem Rücktransport nach Japan frühzeitig und will vom Stockholmsyndrom mal so gar nichts wissen. Warum er danach ausgerechnet nach Norden spaziert um Godzilla eins aufs Maul zu hauen, erklärt ein qualifiziert japanischer Radiosprecher einfach und logisch wie folgt: „Instinktiver Hass!“

Um die beiden Raufbolde von der gerade erst wieder aufgebauten Modellbaustadt fernzuhalten werden die Stromleitungen rund um Tokyo mit sage und schreibe 1 Millionen Volt präpariert. Dass Godzilla nicht gerade ein großer Fan dieser Stromschläge ist war ja bekannt, für die Filmwelt jedoch neu und überraschend, der strubbelige Gorilla frisst den Starkstrom liebend gerne als Vorspeise.

Eat your vegetables!
Leider kommt der große Kampf Atomechse gegen Elektrogorilla in Tokyo dann doch nicht zustande, weswegen die ganze Party per Ballonfahrt auf den Fujiyama verlegt wird, um dort einen der affigsten Showdowns aller Zeiten auszufechten. Aus diplomatischen Gründen wird zu guter Letzt jedoch ein Kompromiss gefunden, mit dem alle Parteien leben können.


King Kong - Frankensteins Sohn



Der Mecha-Reporter deckt auf: Perverse Kuscheleien zwischen Affe und Echse!
Zurück auf seiner Insel kann King Kong dann erstmal seine Beine hochlegen und ... denkste! Leider bricht der latente Wahnsinn jetzt erst recht aus. Ein weiteres U-Boot der U.N. ist bereits unterwegs zu Kongs Insel, bekommt dort abermals Probleme mit einen Berg (ganz schön dummer Zufall) und bleibt erstmal vor der Insel liegen.

Währenddessen sieht es am Nordpol aber auch nicht besser aus, Madamme Pirahna hat im Namen ihres nicht näher benannten Landes niemand gerigernen als Doctor Who engagiert einen Mecha-King Kong zu bauen, der das extrem seltene Element-X abbauen soll um damit, [Zitat:] "die nukleare Herrschaft über das Universum zu erlangen" [Zitat Ende].

Element-X kann aber außer Radioaktivität auch Magnetismus, was den guten Weißblech King Kong komplett durcheinander bringt und ihn erstmal dazu bewegt, sich aufs Mecha-Ohr zu legen. Wenn das mit der Herrschaft über das Universum bis zu den Sommerferien noch was werden soll, muss also dringend Ersatz herrangeschaft werden.

Auch auf der Insel sind wirklich alle außer Rand und Band, die Krankenschwester des U-Boots wird beinahe von einem Dinosaurier verspachtelt, weshalb der originale King Kong sich schon wieder genötigt fühlt, mit dem vermaledeiten Eidechsenpack aufzuräumen. Die Gelegenheit wird von den U-Boot Matrosen natürlich benutzt um mit ihren fliegenden Auto schnell die Biege zu machen. Pech nur, dass sie dabei von einem Riesenaal angegriffen werden. Montags passieren immer die meisten Arbeitsunfälle.

Einer dieser beiden Doctor Whos muss also ein Betrüger sein!

Nun ist es aber Zeit für Doctor Who den Affen zu klauen, weswegen er solange Furzgas aus seinem Hubschauber wirft, bis der Riesenaffe in Ohnmacht fällt. Bevor er die ganze Geschichte aber hübsch eintüten kann, wird er noch von Robinson Crusoe gewarnt, dass diese Idee eigentlich keine richtig gute ist. Als Dank für diesen Rat: Bauchschuss!

Während Madamme Pirahna ihrer Verpflichtung nachkommt sich für wirklich jede Szene in ein neues Outfit zu schmeißen, wird an anderer Stelle versucht den Gorilla durch Hypnose und Schockfrosten der Krankenschwester dazu zu bewegen, dieses blöde Element-X abzubauen. Hat alles natürlich nur semi-guten Erfolg und Kong schwimmt zum nächstbekannten Hafen ... Tokyo.

Unfaiererweise hat einer der Kontrahenten Metall in seinem Boxhandschuh versteckt.

Warum Doctor Who dann Mecha King Kong hinterher schicken muss um so seine ganze Operation zu gefährden, erschließt sich meinem Nicht-Mecha-Gehirn eher weniger. Zumal Madamme Piranha auch schon lägst mehr Interesse an den adretten U-Boot Capitän als an der Herrschaft über das Universum hat. Beim folgenden Showdown war es zumindest hochspannend zu beobachten, ob der Reisverschluss des Affenkostüms hält oder halt nicht.

American Cyborg Terminator

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