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Die Halloween-Küche ist eröffnet!

Seit einigen Jahren testen und übersetzen wir für euch die Rezepte des Grusel-Großmeisters Vincent Price. Nach einer einjährigen Pause sind wir endlich wieder am Start und kredenzen euch insgesamt vier schmackhaften Gerichte.

Doch ihr müsst euch nicht mit der bloßen Beschreibung der Herstellung begnügen. Die erste Sonderausgabe unseres Podcasts „Männer, die auf Videos starren“ ist nämlich eine Kochshow. Ihr könnt also live dabei sein, wenn wir schnippeln, brutzen und braten. Zudem reden wir über die amerikanische Küche, unsere Begeisterung für Halloween und unsere Top 5 Filme der Horrorfilm-Legende.

Wer also an Halloween nicht nur Süßigkeiten essen will, ist bei uns an der richtigen Adresse.



Der Snack zwischendurch - Stilton Cheese Coleslaw

Stilton Cheese Coleslaw - diesmal im Bagel




Zutaten:

900gr fein geschnittenen Weißkohl
1 grüne Paprikaschote
Saft von zwei Zitronen
1 El Zucker
Salz
100ml Pflanzenöl
250ml Heißes wasser
80gr Creme fraiche oder Schmand
20ml Mayonnaise
80gr Stilton Käse oder festeren Blauschimmelkäse (kein Camembert)


Vincent Price’s Weißkohl mit Blauschimmelkäse haben wir bereits 2011 einmal gemacht. Doch dieses mal haben wir tatsächlich den vom Großmeister angedachten Blue Stilton bekommen. Da konnten wir der Versuchung nicht widerstehen und haben das Rezept in seiner Originalversion nochmal nachgekocht. Zur Abwechslung haben wir den saftigen Salat diesmal als Bagle-Belag verwendet.

Den fein geschnittenen Weißkohl und die in Streifen geschnittene Paprika in eine große Schüssel füllen. Den Kohl dann gut durchkneten um die Kohlfasern zu brechen und damit den Kohl etwas weicher und verdaulicher zu machen.

Dann das heiße Wasser, das Salz, das Öl und den Saft von einer Zitrone und den Zucker dazugeben. Danach gut umrühren und abgedeckt und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am nächsten Tag die überschüssige Flüssigkeit abgießen.
Die Mayonnaise, die Creme fraiche und den zerbröckelten Käse mit Zitronensaft vermischen. Mit Zucker und Salz abschmecken und untern den Weißkohl rühren.





Der Zwischengang – Chilled Cucumber Soup

Für den feinen Gaumen – Chilled Cucumber Soup 



Zutaten:

3 Salatgurken (mittelgroß)
2 EL Butter
1 Lauchstange (nur der weiße Teil)
2 Lorbeerblätter
1 EL Mehl
720ml Brühe (vegetarische Brühe oder Hühnerbrühe)
1 TL Salz
200 ml Sahne
Saft einer halben Zitrone
1 EL Dill (gehackt)
Saure Sahne oder Crème fraîche zur Dekoration





Zuerst 2 Gurken schälen und in dünne Scheiben schneiden, sowie den weißen Teil der Lauchstange würfeln und gut waschen. Währenddessen in einem großen Topf bei mittlerer Hitze die Butter schmelzen, dann Lauch und Gurke hinzugeben und mit den Lorbeerblättern anschwitzen bis alles weich wird. Die Lorbeerblätter entfernen und das Mehl und Salz hinzugeben. Mit der Brühe ablöschen und kurz aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 20-30 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Wenn alles sehr weich geköchelt ist vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Die heruntergekühlte Suppenbasis durch ein Sieb passieren (oder für Eilige: mit dem Mixstab pürieren, wird dann aber u. U. nicht so fein). Die passierte Flüssigkeit mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die dritte Gurke schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen, dann über eine feine Reibe raspeln. Die geriebene Gurke, den Zitronensaft sowie den gehackten Dill und die Sahne zur Suppenbasis geben, gut durchrühren und nochmals mind. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Vor dem Servieren in jeden Teller einen großzügigen Löffel Crème fraîche geben, dann die Suppe hinzu und schmecken lassen!

Eine erfrischende Suppe mit sahnigem Abgang, besonders lecker mit gutem Brot, gerne auch selbstgemacht (zum Beispiel Vincent Price’s Housebread). Statt Dill gerne auch mal mit Minze zu kochen, so empfiehlt es der Meister und lobt besonders die frische Note des Zitronensaftes und der Crème fraîche.




Die Hauptspeise - Hotchpotch of Curly Kale


Soulfood pur – Hotchpotch of Curly Kale








Die Zutaten: 

1,5kg Wirsing 
1kg Kartoffeln (mehlig kochend) 230ml Brühe (im Originalrezept Hühnerbrühe, hier Gemüsebrühe) 
250gr Frankfurter Würstchen (bei uns vegetarisch, schmeckt auch) 
2EL Butter 
Salz 
Pfeffer


Den Strunk des Wirsings entfernen, die Blätter einzeln abziehen, waschen und anschließend in wenig Salzwasser ca. 25min dünsten, bis dass sie weich werden. Parallel Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen und danach abschütten. Die weichen Wirsingblätter grob hacken und zu unterst in einen Topf mit der Brühe geben. Die Frankfurter Würstchen im Ganzen darauf legen und dann mit den garen, heißen Kartoffeln bedecken. Den Topf ca. 15min ohne Deckel köcheln lassen, damit der Hauptteil der Flüssigkeit verdampft und die Würstchen heiß werden. Danach die Frankfurter herausnehmen und in Streifen schneiden. Kartoffeln und Wirsing mit der Butter zerstampfen und mischen, mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Danach die Würstchenscheiben unterheben und servieren. Im Endeffekt ist es zwar Kartoffelpüree plus, aber auch soviel mehr: Ein wärmendes One-Pot-Gericht für die Seele! Heiß, cremig, würzig von Kohl und Brühe und damit perfekt für kältere Tage.



Die Nachspeise – Banana Nut Bread 


Super saftig, das Banana Nut Bread










Die Zutaten:

120gr Butter
200gr Mehl
200gr Zucker 
2 Eier 
1TL Backpulver 
150gr Walnüsse, grob gehackt 
2-3 Bananen, zermatscht 
1 Prise Salz 


Den Ofen am besten schonmal vorheizen auf 180 Grad. In einer Schüssel die Butter, den Zucker und die Eier cremig aufschlagen. Anschließend Mehl, Backpulver und Salz hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Die Bananenmasse und die Walnüsse hinzugeben und die Masse in eine gefettete Kastenform geben. Im Ofen ca. 1 Stunde backen. 

Das Brot wird am Ende eher ein Kuchen und Vincent Price empfiehlt aufgeschlagenen Frischkäse (eine Packung Frischkäse, ein Päckchen Vanillezucker, 80ml Sahne und 1-2 EL Puderzucker nach Geschmack mittels Rührbesen cremig schlagen) auf die Scheiben zu streichen und recht hat er: das ist köstlich!

– Barnoess van Munchhausen und Commodore Schmidlabb –


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