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A very Troma Christmas (Teil 2)

Wie versprochen schneit endlich der zweite Teil des Animation-Spektakels „A very Troma Christmas“ herein. Heute erfahren wir, ob die Zahnfee, Abe Lincoln, Mutter Theresa, Buddha und natürlich unser Liebling Toxie das Weihnachtsfest aus den Fängen der machthungrigen Mega-Konzerne befreien können.

Leider kann dieses Filmchen auch als Analogie auf die Realität gesehen werden. In Zeiten, in denen Filme immer häufiger gestreamt als gekauft werden, ist es eine Untergrund-Firma wie Troma schwer sein Zielpublikum zu erreichen. Große Film-Faltrate-Anbieter wie Netflix und Amazon Instant Video bieten Nischenfilmen allein aufgrund ihrer Ausrichtung am Massenmarkt nur selten eine Bühne. Zudem stoßen die diversen Geschmacklosigkeiten, die essentieller Bestandteil jedes Troma-Streifens sind, bei den deutschen Jugendschutz-Behörden auf wenig Gegenliebe. Folglich bieten die meisten Geschäfte Troma-Filme gar nicht erst zum Kauf an.

Was ich damit sagen will? Ganz einfach: Troma bietet uns eine ganze Menge Unterhaltung, die wir in dieser Art fast nirgendwo anders bekommen. Große Teile seines kreativen Outputs schenkt uns der Trashfilm-Gigant sogar. So zahlen wir zum Beispiel für zahlreiche Filme auf dem offiziellen Youtube-Kanal von Troma oder eben diesen Weihnachtscartoon keinen Cent. Vielleicht ist es an der Zeit, Lloyd Kaufman und seiner Truppe etwas zurückzugeben und nächstes Jahr Troma-Produkte unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Genug gepredigt. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem spannungsreichen Finale von Tromas besinnlicher Weihnachts-Geschichte, die euch unter anderem mit der Brustmilch von Mutter Theresa konfrontieren wird. Quasi als Weihnachts-Gratifikation obendrauf gibt es einen ganz besonderen Gastauftritt, den wir natürlich nicht vorweg nehmen wollen.

– Commodore Schmidlabb –


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