Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Spectre mit... Roger Moore!

Schon bald kehrt James Bond wieder auf die Kinoleinwände zurück. Und damit das auch wirklich jeder merkt, beginnt die Marketingmaschine uns behutsam auf den Hinterkopf zu schlagen.
Auf der Unterhaltungswebsite IGN entdeckte ich vor ein paar Tagen den ersten Vorboten des bevorstehenden Werbe-Gewitters. Es war ein Heineken-Spot, den die Seite „Daniel Craig wird zu Roger Moore“ betitelte. Als glühender Verehrer des Lausbuben unter den Bond-Darstellern, bin ich natürlich sofort auf diese Masche reingefallen.



Die Schlagzeile deutet jedoch nicht auf einen erneuten Kurzauftritt von Sir Roger als 007 hin. Vielmehr ist der leichtfüßige Ton des Filmchens gemeint, der mich fragen ließ: Bin ich bereit für einen humorigen Bond?

Zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, dass ich durchaus wieder für einen beschwingten 007 empfänglich wäre. Doch dafür müssten die Voraussetzungen stimmen. Craig ist sicherlich der falsche Mann für einen mit Herrenwitzen gewürzten Agentenfilm. Es hängt wohl alles davon ab, wer der Nachfolger von Daniel Craig wird. Bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen, wenngleich ich insgeheim damit rechne, dass Daniel Craig in Spectre zum letzten mal seinen Hut an Moneypennys Garderobenständer hängen wird.

Die Wartezeit können wir uns solange mit einem Fan-Trailer zu Spectre vertreiben. Darin wurde Daniel Craig tatsächlich per Schnitttechnik durch Roger Moore ersetzt. Das Ergebnis ist schlichtweg genial. So genial, dass The man himself dem Clip seinen Segen gab. Nur einen Nachteil hat der Trailer: ich kann mir Spectre ohne Sir Roger fast nicht mehr vorstellen.



Natürlich interessiert uns auch eure Meinung. Hättet ihr nach Craigs Auftritten als 007 wieder mal Lust auf einen humorvolleren Bond? Falls ja, wer wäre für euch die Idealbesetzung? Eure Meinung könnt ihr in der Umfrage in der rechten Seitenspalte kundtun, sowie natürlich in den Kommentaren und auf Facebook und Twitter.

– Commodore Schmidlabb –


Kommentare:

Thodde hat gesagt…

SPECTRE kann nur besser werden als der vergurkte SKYFALL. Allerdings muss man sich dafür leider durch den grausam-miesesten Bond-Song aller Zeiten quälen (ja, schlimmer als DIE ANOTHER DAY von Madonna, der hatte wenigstens noch Ohrwurm-Qualität).

Thodde hat gesagt…

Ach und um deine Frage zu beantworten: Ich würde alles darum geben, wenn die Bond-Filme wieder zur alten Frische zurückfinden würden. Es muss nicht der 70er-Herrenwitze-Bond sein. Mit dem 90er-Jahre-Bond wäre ich schon zufrieden. Das echte Bond-Feeling ist seit den Craig-Bonds definitiv flöten gegangen.

Wer Craigs Nachfolger werden soll? Mir fällt niemand würdiges ein. Aber eines weiß ich sicher: Wenn sie aus Bond einen Schwarzen machen (die Idee mit Idris Elba!! *hier bitte Facepalm hindenken*), ist die Reihe für mich gestorben. Da könnte man in einem SHAFT-Reboot genausogut einen Weißen besetzen, das wäre genauso bescheuert.

Ich hoffe ja zumindest darauf, dass ab SPECTRE wenigstens das Gunbarrel-Logo endlich wieder am Anfang steht. Das gehört zu einem Bond-Film einfach dazu. Warum man dass nicht schon ab QUANTUM OF SOLACE wieder eingeführt hat, ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Seb hat gesagt…

Meeeeh. Ich hätte keine Probleme damit, wenn die Reihe wieder zu alten schwarzhumorigen Tönen finden würde. Ich fürchte allerdings, dass die Zeiten von Bond so ganz grundsätzlich vorbei sind.

Politische Korrektheit und die derzeitige amerikanische "I feel triggered"-Kultur haben James Bond leider eingeholt. Man schaue sich nur einmal an was Anthony Horowitz, seines Zeichens Autor des neuen Bondromans "Trigger Mortis" (wie passend) zu seinem neuen Machwerk zu sagen hat...

"He does smoke cigarettes, he smokes many many cigarettes. But then what I do is I nudge him with a little reference to a newspaper article he happens to glance at which just reminds him that these things will give him cancer.

With women, he has this sort of patronising carnal attitude with them which is absolutely accurate to the Bond of the books. But then by creating very strong women he is given quite a run for his money and his attitudes are challenged.

I also gave him a very outspoken gay friend, who chides him and says 'come on Bond, you're living in the 20th century now not the Middle Ages.'"

Leb wohl, James Bond, war schön mit dir...

Abgesehen davon muss ich zugeben, dass ich Roger Moore nie besonders gut leiden konnte.

Ich glaube, ich brauche jetzt erstmal eine Dosis Japano-Pop-Metal, um wieder bessere Laune zu bekommen.