Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Superbeast

Einflüsse von außen sind grundsätzlich eine gute Sache. Das betrifft natürlich auch Trash-o-Meter, euren Trashfilmblog für echte Gefühle. Daher haben wir bereits in der Vergangenheit immer wieder Gastrezensionen veröffentlicht. Und auch heute schalten wir auf Autopilot und genießen die exotischen Triebe der vorbeisausenden Filmwelt.

Diesmal übernimmt Fynn von darkmoviedreams das Ruder und beglückt uns mit seinem Output. Wir danken ihm, dass er trotz seiner Tätigkeit für das Sci-Fi- und Horrorfilm-Forum die Zeit gefunden hat, das Superbeast für uns zu sezieren. Besagtes Biest streift durch einen philippinischen Schundfilm, der versucht, sich durch die Melange aus Monsterstory und Menschenjagd interessant zu machen. Ob ihm das gelingt, verrät uns Fynn in den folgenden Zeilen:


USA/ Philippinen 1974
90 min.

Regie: 
George Schenck

Darsteller: 
Antoinette Bower – Dr. Alix Pardee
Craig Littler – Dr. Bill Flemming
Harry Lauter – Stewart Victor
Vic Diaz – Mondo Diaz






1972 geht der junge amerikanische Arzt Dr. Flemming tief unten, mitten im philippischem Dschungel seinen teuflischen Experimenten nach, weshalb er aus seiner Heimat schon verbannt wurde. Nun hat er sich sich einen Großwildjäger als Finanzier geangelt, der die unfreiwilligen Opfer seiner Experimente nach fröhlicher "Graf Zaroff" Art beseitigt, sollte das Experiment schiefgehen, - was sie regelmäßig tun. Als die junge Pathologin Alix Pardee Wind von der Sache bekommt, begibt sie sich sofort neugierig auf die Insel des scheinbaren Unholds...( vermutlicher Nebenberuf : Detektivin ! )

Unglaublich, was dieser philippinisch / amerikanisch, schwer von Trash und seichter Exploitation durchzogene Nonsens dem geistig einigermaßen auf der Höhe gebliebenen Menschen von heute eigentlich sagen will. Nicht zuviel rumdoktern an der Natur? Der Natur schaden tut hier ja ansich niemand, nur dem Menschen selbst. Denn die sehen nach diesen kleinen Versuchen mit Flemmings Gebräu aus der Flasche meist nicht mehr so dolle aus. Vielleicht auch der Zuschauer, wenn er so einen Quatsch auf Dauer guckt. "Dr. Flemming", ( äußerst lässig dargestellt von Craig Littler ) der wie ein Playboy durch seine Plantage läuft und sein Gehilfe und "Victor", ( Harry Lauter ) der stets im Großwildjägeranzug wie bei "Daktari" rumläuft um die Entflohenen oder "gescheiterten" ( Experimente ) abzuknallen, das erinnert an andere Filme in weit besserer Ausführung.

Nichtsdesotrotz muss und kann man diesem "Superbeast" einen hohen Unterhaltungs und Amüsierfaktor nicht absprechen. Sich wirklich zu langweilen, dafür ist der Film widerum nicht schlecht genug. Die Darsteller sind allesamt bilderbuchreif : außer den beiden Schurken gibt's noch die erwähnte Hauptdarstellerin, die selbstverständlich auch dran glauben soll, da sie zuviel gesehen, bzw. gehört hat. Einen "Helden" in dem Sinne gibt's nicht, denn 1972 ist Frau schon so weit, selbst genug Heldin sein zu können, ( in diesem Fall die US-Amerikanerin Antoinette Bower ) auch wenn sie manchmal genauso ungläubig guckt wie der Zuschauer. Die Emanzipation ruft ihre Töchter ! Hier und da gibt's auch noch so einen Inselschrank zu bewundern, der genau darauf achtet, das seine Schäfchen auch weiterhin die Insel hüten und das Wort des Doktors achten. Aber im Finale spielt das dann alles eh keine Rolle mehr, da geht's dann munter drunter und drüber und selbst der Böse macht sich zum Affen. Toll !
Vielleicht sollte man sich mal den Namen des Regisseur's - George Schenck - merken. Da ist noch viel Potenzial, das es auszuloten gilt. Das sahen die Leute bei der IMDb wohl ähnlich, die dem Film gerade mal eine satte Punktzahl von 2,7 verpasste. Für was genau die 275.000 Dollar ver(sch)wendet wurden die der Film gekostet hat, den der Regisseur und Autor es auch gleich gewagt hat mitzufanzieren, ist leider nicht bekannt. Immerhin gab es kein Sequel, wo Hollyschutt heute selbst bei dieser Katastrophe keine Sekunde zögern würde.

4 / 10 - wegen guter Unterhaltung !

Fynn

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