Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Das Land der begrenzten Möglichkeiten

Nach einigem Geraffel – wenn man es denn so nennen kann – feiert „The Interview“ nun doch seinen Kinostart. Die Komödie über die fiktive Ermordung von Kim Jong-Un reiht sich ein in die kurze Liste der Spielfilme, die Nordkorea in das Zentrum ihrer Handlung rücken.

Über den filmischen Output des Arbeiter- und Bauernstaates weiß man jedoch wenig bis gar nichts. Allenfalls ist bekannt, dass Kim Jong-Il ein Filmfan gewesen sein soll. Daher beleuchten wir in unserem Special die Filmwelt Nordkoreas.
Doch da wir uns als Blog für minderwertige Unterhaltung verstehen, wagen wir ebenfalls einen Blick auf die anderen Gebiete der Trivialkultur – soweit vorhanden.

Da mit Musik bekanntlich alles besser geht, starten wir unser Special mit einem Ausflug in die “Popwelt“ der DPRK. Musikalisch versucht der Arbeiter- und Bauernstaat gar nicht die Trends des Westens nachzumachen – man setzt sie vielmehr! Es kann halt nur ein paar Jahrzehnte dauern, bis unsere unterentwickelten, vom Kapitalismus verdorbenen Gehirne diesen Trend auch endlich verstehen und aufgreifen. Doch zweifelsohne wird der Tag kommen, an dem die gesamte Welt zum Beat der DPRK tanzt.

Wir von Trash-O-Meter sehen uns selbstredend als Zündfunken für die nordkoreanische Plattenindustrie. Beginnen wollen wir unsere Charme-Offensive mit einem ganz zartfühligem Song mit dem bescheidenen Titel „My country is the best“. Hinter diesem Meisterwerk, dass Hoffmann von Fallersleben nicht besser hätte machen können, steckt das Pochonbo Electronic Ensemble Der Name der Sängerin ist uns leider nicht bekannt, doch ihr Gesang erinnert uns an die junge Nana Mouskouri.

Eigentlich bräuchte es nur die glockenhelle Stimme der unbekannten Chanteuse um die Botschaft des Songs zu vermitteln. Dank der verfügbaren Untertitel können aber auch alle dekadenten Teufel die Sprachhürde fliegend nehmen. Natürlich gibt es auch eine Bildebene mit wunderbaren Aufnahmen von bärtigen Zauseln, nigelnagelneuen Plattenbauten und Einheimischen, die allesamt mit der Nase in lehrreicher Lektüre stecken. Also Freunde, da kriegt man richtig Fernweh, oder?

– Commodore Schmidlabb –

1 Kommentar:

Thodde hat gesagt…

Ich tanze hier gerade eine rote Serviette schwenkend um meinen Schreibtisch. Die Nordkoreaner sind in der Tat echte Trendsetter. Von denen können wir noch was lernen.