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Amazon Warrior

Die Filmwelt hat jahrzehntelange Erfahrung im Erfinden von Ausreden, warum eine Darstellerin vor der Kamera unbedingt blank ziehen muss. Entweder ist es eine Fehlfunktion der Garderobe, die bevorstehende Dusche oder eine Wunde, die nur mit einem Kleidungsstück verbunden werden kann.

Den Genies der deutschen Produktionsfirma Pontus Media ist es dagegen viel zu umständlich, dauerhaft neue Vorwände für die Entblößung der zahlreich auftretenden Brüste finden zu müssen. Sie haben ihren Film kurzerhand ins Amazonen-Milieu versetzt und augenscheinlich auf männliche Darsteller verzichtet.

Während der Trailer zu Amazon Warriors Andy Sidaris und Russ Meyer sicherlich ein Lächeln auf die Gesichter gezaubert hätte, dürften sich ernsthafte Cineasten die Haare raufen. Doch auch B-Movie-Fans werden beim Anblick des Promo-Materials die Augenbrauen hochziehen. Der Grund dafür werden allerdings nicht die Brüste sein. Vielmehr ist es die altbewährte Mixtur des Schreckens – halbnackte Laiendarstellerinnen, Papp-Kulissen und halbseidenen Kampfszenen – die schon vielen Filmen einen zweifelhaften Ruf eingebracht hat.

– Commodore Schmidlabb –

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