Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Der große SciFi-Rundumschlag

Hallo ihr Filmfreunde da draußen. Da das Trash-O-Meter Team gerade durch Nebensächlichkeiten wie Arbeit vom bloggen abgehalten wird, kommt hier eine Kurzzusammenfassung der SciFi Schinken, die in der letzten Zeit durch mein Glotz-o-fon flimmerten.

The Colony / Kanada 2013 / 95 Minuten

Darsteller: Bill Paxton, Laurence Fishburne, Kevin Zegers
Regie: Jeff Renfroe

Story:
In einer von Eis und Schnee bedeckten Welt, hat sich der letzte Rest der Menschheit in unterirdischen Kolonien verkrümelt. Natürlich führt dieses Maulwurfleben irgendwann zu gähnender Leere auf den Tellern und vereinzelt zu Schnupfen. Vorbildlich werden zum Schutz der Kolonie alle Triefnasen von Bill Paxton standrechtlich erschossen. Eines Tages bricht der Kontakt zur Nachbarkolonie ab, worauf sich eine kleine Gruppe um Laurence Fishburne auf den Weg macht um mal nachzusehen, was dort so los ist.

Fazit:
Der Film ist von Grund auf solide umgesetzt und die Schauspieler geben eine Arbeit auf gleichem Niveau ab. Wenn man sich auf den Film einlässt, vermittelt dieser schon eine recht bedrückende Grundstimmung. Wer Probleme damit hat, kann ja die Heizung abstellen und so ein Live-Action Erlebnis daraus machen. Ich muss zugeben, dass ich nicht den geringsten Schimmer hatte, worauf der Film hinausläuft, kann aber verstehen, wenn hellere Köpfe die an sich logische Storywendung schon vorher erraten. Zwischendurch erfährt man sogar , warum es ständig und überall scheint und etwas Action gibt es dann auch noch. Dennoch fand ich das Ende etwas schwach.

Meine Assoziationen während des Films:
The Thing, The Day After Tomorrow, Ghosts of Mars, The Road, Waterworld,  Matrix (wegen Fischburne), A Simple Plan (wegen Bill Paxton im Schnee) Fallout 3 (Videospiel)

6 von 10 Punkten


Oblivion / USA 2013 / 125 Minuten
Darsteller: Tom Cruise, Morgan Freeman, Olga Kurylenko,
Andrea Rieseborough
Regie: Joseph Kosinski

Story:
Die Erde wurde durch einen Krieg in Schutt und Asche gelegt. Nur noch Tom Cruise und Andrea Rieseborough sind unter falschen Namen vor Ort und überwachen den Abbau der verwertbaren Ressourcen. In amerikanischer Manier fliegen ansonsten nur noch bewaffnete Dronen herum, die die Abbautürme bewachen. Diese werden von Zeit zu Zeit von Tom Cruise repariert, wofür er von seinem sicheren Zuhause in schwindelerregender Höhe hinabsteigen muss, nur um zu bemerken, dass sie vielleicht doch nicht so alleine sind wie gedacht.
 
Fazit:
Trotz meiner Aversion gegen Tom Cruise muss ich zugeben, dass er die Rolle gut ausgefüllt hat. Der Film selbst greift übliche SciFi Story-Elemente auf, vermag jedoch diesen durch gekonnte Wendungen in der Story, neue Frische einzuhauchen. Trotz des guten Mittelmaßes, das der Film in meinen Augen erreicht, würde ich dazu raten erstmal abzuwarten bis der Film auf Pro7 läuft (die zeigen solche Filme ganz gerne). Die Architektur der schwindelerregenden Behausung wurde zu Recht von
Commodore Schmidlabb gelobt, der hat da schließlich Ahnung und Geschmack.

Meine Assoziationen während des Films:
Final Fantasy – The Spirits Within, Battlefield Earth, Minority Report (wegen dem Kreuzfahrt Tom im SciFi Setting)
 

6 von 10 Punkten



  
Europa Report / USA 2013 / 89 Minuten
Darsteller:  Christian Camargo,  Anamaria Marinca, Michael Nyqvist 

Regie: Sebastián Cordero
 

Story:
Im Stil einer Fake-Doku begleiten wir eine Crew von Astronauten auf ihrem Weg zum Jupiter Mond Europa. Nach einer beschwerlichen Reise dort angekommen, kommt es zu einer unheimlichen Entdeckung unter der Eisdecke Europas. Mehr passiert in knapp 90 Minuten nicht.
  
Fazit:
Vielleicht tue ich dieser LowBudget/ Independent Produktion jetzt großes Unrecht, aber irgendwie hatte ich bei den Schauspielern in keiner Minute des Films das Gefühl, es würde sich ernsthaft um Astronauten handeln – Ein Eindruck der dem Doku-Stil des Films nicht gerade gut tut. Gerade der Sonnyboy, der die weibliche Besatzung mit seinen Macho-Sprüchen bei Laune hält, wirkte seltsam deplatziert. Die Idee den Film so darzustellen, als ob es sich um eine Aufzeichnung der Bordkameras handelt, ist zwar nett, aber dann auch nicht konsequent genug umgesetzt, um glaubwürdig oder gut zu wirken. Was mich fast zur Weißglut brachte, waren die Guido-Knoop-artigen Einblendungen von dicken Wissenschaftlern die ständig irgendeinen Nonsens von sich geben. Wenn es nicht diese Kommentare waren, so tötete die zeitlich nicht lineare Anordnung der Storyline jegliches Aufkommen von Spannung ohne einen Funken Gnade. Wurde bei „2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen“ dem Zuschauer noch das Gruseln gelehrt, indem man ihm im Unklaren ließ, was genau unter dem Eis ist, so mussten die Macher von Europa Report unbedingt dem schleimigen Tentakelmonster einen Auftritt geben. Zumindest in meiner Welt ist es so, dass ich mich mehr grusele, wenn das Grauen mit meiner Phantasie spielt. 

Meine Assoziationen während des Films:
2010
– Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen, Big Brother, Mission to Mars, ZDF History
 

5 von 10 Punkten




Grabbers / Irland UK 2012 / 94 Minuten
Darsteller: Richard Coyle, Ruth Bradley, Russell Tovey

Regie: Jon Wright
 

Story: 
Vor der Küste einer kleinen irischen Insel stürzt ein Meteor ins Meer. Mit an Bord – schleimige Tentakel-Egel-Dinger, die am liebsten menschliches Blut trinken. Die Iren dagegen trinken am liebsten Bier, was auch Lisa Nolan, der Neuzugang bei der inseleigenen Polizei, recht schnell merken muss. Nach den ersten Todesfällen und Begegnungen der grapschigen Art, muss schnell eine Lösung gegen die lästigen Besucher her.

Fazit:
Auch dieser Film bedient sich einer klassischen SciFi Story. Sie wirkt jedoch auch ohne großartige Variationen unterhaltsam, und das auch ohne dass sich der Film zu ernst nimmt. Ich vermute, dass die sympathische und hoffentlich authentische Art der Iren zur Unterhaltung beiträgt. Mit feuchtfröhlichen Humor kann man selten etwas falsch machen. Falsch waren auch nicht die Special Effects. Trotz des Independent-Charmes des Films sind diese nämlich richtig gut geraten und regen nicht ansatzweise zum Kotzen an. Ich hoffe ich verrate nicht zu viel, aber ein Großteil des Humors bezieht der Film daraus, dass einem im besoffenen Zustand die "besten" Ideen kommen.

Meine Assoziationen während des Films:
50er Jahre SciFi, Simon Pegg Filme, Arac Attack, Gremlins (wegen der Szene im Pub)

7 von 10 Punkten


Elysium / USA Kanada Mexiko 2013 / 109 Minuten
Darsteller: Matt Damon, Jodie Foster, Sharlto Copley
Regie: Neill Blomkamp

Story:
Die Erde hat sich zu einem dystopischen Ghetto entwickelt, das mehr einem Schrottplatz, als einem Ort an dem man leben möchte, gleicht. Da die Superreichen einen Hang zu Extravaganz und Zweiklassengesellschaften haben, wurde für die (im wörtlichen Sinne ) oberen Zehntausend ein Utopia in Form der Raumstation Elysium gebaut. Die Erde dient ihnen nur noch als Zulieferer für dringend benötigte Waren, wie zum Beispiel fiese Kampfroboter. Für den sich nach ärztlicher Hilfe sehnendem Pöbel scheint der Weg in die Welt von Wohlstand und Überfluss ein schier unmögliches Unterfangen ...oder vielleicht doch nicht?

Fazit:
Ihr könnt mich für meine Meinung hassen, aber Matt Damon ist nach meiner Überzeugung kein Schauspieler, Punkt! Wie immer hatte ich das Gefühl, dass der gute Matt Damon lediglich Matt Damon spielt. Sowohl die spärlichen Auftritte von Jodie Foster als auch die brillanten Auftritte von Sharlto Copley (District 9) haben mir deutlich besser gefallen. Ansonsten bleibt Regisseur Blomkamp seiner "Linie" treu, und beweist erneut, dass man durchaus Sozialkritik in einen netten Actionfilm verpacken kann. Mehr als nett ist der Film dann aber auch nicht. Irgendwie hat mir etwas gefehlt, was den Film auf eine Stufe mit District 9 gestellt hätte. Darüber wie man es hätte besser machen sollen, bin ich mir jedoch selbst nicht ganz sicher. Zudem wurden die Killer-Roboter, aus mir nicht ganz zugänglichen Gründen, bei der Verteidigung der Raumstation dann doch nicht oder nur herzlos eingesetzt. Wozu die Dinger dann ursprünglich bauen, wenn nicht für eine unblutige FSK-freundliche Weise, den Bodycount hochzuschrauben?

Meine Assoziationen während des Films:
Battle Angel Alita, Distict 9, Contact (Foster)

6 von 10 Punkten

Abschließend möchte ich noch die Firma Ascot Elite Home Entertainment loben. Für günstiges Geld (5 Euro) kamen sowohl Europa Report, als auch Grabbers mit einem hübschen Pappschuber sowie einem Booklet – für Sammler eine schon fast vergessene Freude. Allen anderen die es bis hierher geschafft haben, danke ich fürs Lesen meines Senfs und wünsche viel Spass bei den Filmen. Falls ihr mit dem Ganzen so gar nicht "d`accord" seid, haut es einfach in die Kommentare. 

American Cyborg Terminator

Keine Kommentare: