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Kickstarter – wörtlich genommen

Es ist erst vier Jahre her, als die Start-Up Firma Kickstarter sich anschickte, die althergebrachten Strukturen der Unterhaltungsindustrie durchzurütteln. Seitdem haben viele Enthusiasten ihren Traum vom eigenen Film oder Computerspiel mithilfe der Finanzierungsplattform verwirklicht. Natürlich lässt sich Kickstarter auch zur Finanzierung von Alpträumen nutzen. So wurde ein Teil der Produktionskosten der Sci-Fi-Nazi-Komödie „Iron Sky“ durch crowdfunding gedeckt.

Nun sucht ein neuer Trashfilm die Unterstützung der Kickstarter-Gemeinde. Der Name Kickstarter ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. „Kung Fury“ verspricht nämlich Kampfsport-Action der Güteklasse C.

Doch ich bin skeptisch, dass dieses Versprechen eingehalten werden kann. Die unnatürliche Greenscreen-Optik hat schon bei Iron Sky verhindert, dass Stimmung aufkeimt. Zudem erscheint es mir nach Sichtung des Trailers, als bedienten die kreativen Köpfe hinter „Kung Fury“ an den Actionfilmen der 80er Jahre, ohne zuvor ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Dass der Film als Ultima Ratio auch den Hitler-Joker zieht, stimmt mich auch nicht gnädig.

Wie ihr gewiss merkt, werde ich mit meinem Geld „Kung Fury“ nicht unterstützen. Ihr dürft freilich anderer Meinung sein. Also werft ein Auge auf den Trailer und – bei Gefallen – in die Geldbörse.

– Commodore Schmidlabb –

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