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Social Viewing: Schlock

Trash-O-Meter Live: Schlock


Lange habt ihr euch fragen müssen, was wir denn nun am kommenden Freitag bei unserem ersten Social Viewing zeigen wollen.

Wir sind der Meinung, dass ihr lange genug gewartet habt. Deswegen wird es jetzt auch Zeit für harte Fakten.
Wir zeigen euch nicht weniger als das Regiedebüt von John Landis
Schlock - Das Bananenmonster!


SCHLOCK [ʃlɔk]

  1. Jiddisch für etw. Billiges, Wertloses oder Minderwertiges 
  2. Ein Film von und mit John Landis 
Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass auf John Landis Erstlingswerk beide Definitionen des Wortes „Schlock“ zutreffen, außerdem würde damit einem in Vergessenheit geratenen Kleinod der Filmgeschichte großes Unrecht getan.

Regisseur John Landis kam am 3. August 1950 in Chicago Illinos auf die Welt. Von der Highschool gelangweilt brach Landis mit 18 Jahren seine schulische Laufbahn ab und fand eine Einstellung als Postjunge bei den 20th Century Fox Studios. Dort arbeitete er sich in alter Manier hoch, so dass er schon zwei Jahre später als Produktions-Assistent bei Filmen wie "Stoßtrupp Gold" mitwirken konnte.
Einige Quellen berichten zudem, dass Landis zur selben Zeit als Stuntman tätig war, mit der schrulligen Spezialisierung auf Stürze von Spaghettiwestern-Pferden.

Die Entstehung von Schlock
In den frühen 70er-Jahren bekam Landis dann Lust etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Die Ursprüngliche Idee war scheinbar einen Porno in der Unterwelt zu drehen. Eine Idee, die aber über Bord geworfen wurde, als Landis bemerkte, dass er sich dazu mit Kriminellen auseinandersetzten musste.

Seine Alternatividee war stark an die Monsterfilme der 50er und 60er Jahre angelehnt. Ein Storygerüst welches er mit Slapstick paarte und so schon früh den skurrilen Humor seiner späteren Werke erblicken ließ. In der deutschen Fassung wurde dies im Erscheinungsjahr 1982 (satte 9 Jahre nach dem amerikanischen Erscheinungsdatum) noch durch eine „Rainer-Brandt-Ulk-Synchro“ zusätzlich aufgewertet. 

Das Geld für die Produktion von "Schlock – Das Bananenmonster" trieb er dabei einfach bei Freunden und Familie ein. Trotzdem stieg Landis aus Kostengründen - oder einfach aus Spaß an der Sache - selbst in das Kostüm des Schlocktropus und hatte damit neben Regie und Produktion auch noch die Hauptrolle inne. Verantwortlich für dieses grandiose Kostüm war übrigens der spätere Make-up und Special-Effects Virtuose Rick Baker. 

Warum es fast 10 Jahre brauchte, bis das Bananenmonster seinen Weg nach Westdeutschland gefunden hat und bis heute quasi unbekannt ist, ist leider nicht überliefert. Unwissenheit oder Desinteresse sind meine persönlichen Vermutungen. Somit ist "Schlock – Das Bananenmonster" eine cineastische Rarität, die sich kein Trashfilm-Fan und Trash-O-Meter-Leser entgehen lassen sollte. 

Mit einer FSK Freigabe ab 12 Jahren ist dieser Film ein Spass für Jung und Alt. Und sollte dem anspruchsvollen Zuschauer der platte Humor zuwider sein, so lernt er wenigstens, dass das Bindeglied zwischen Mensch und Affe John Landis in einem Gorillakostüm ist. 

Als Vorgeschmack haben wir hier den Trailer

Wir wünschen euch also viel Spaß am Freitag ab 22:15 Uhr bei unserem ersten Social Viewing.
Zugang findet ihr in unserer Menüleiste auf der linken Seite oder hier:

Trash-O-Meter Live

Begleiten werden wir euch dazu sowohl über den Chat auf unserer Blog-Seite, als auch über Twitter. Das offizielle Hashtag lautet logischerweise #Schlock. Wir freuen uns auf einen lustigen Abend mit euch.

~American Cyborg Terminator, Trash Bronson und Commodore Schmidlabb~


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