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Dreaming the reality

aka Blood Sister

Hongkong 1991
103 min. 

Regie:
Chin-Ku-Lu
Simon Yun Ching

Darsteller:
Sibelle Hu – Si Lan Fa
Eddy Ko – Fok
Ben Lam –Rocky
Moon Lee – Silver Fox
Yukari Ôshima – Silver Fox's Schwester


Silver Fox und ihre Schwester genießen seit frühester Kindheit äußerst fragwürdige Erziehungsmethoden. Ihr Vater Fok schult die beiden Mädchen mit unnachgiebigem Drill in der Kunst des Tötens. Seine Methoden zeigen Erfolg und schon bald verdienen die jungen Frauen ihr Geld als Auftragskiller. Doch ganz anders als ihre Schwester wird Silver Fox des Mordens überdrüssig.

Als sie dann ein Auftrag nach Thailand führt verunglückt Silver Fox und verliert ihr Gedächtnis. Sie wird Rocky und seiner Schwester gefunden und aufgenommen. Rocky und Silver Fox knüpfen alsbald auch zärtliche Bande – Das neue Leben könnte so schön sein, käme nicht die Erinnerung an das frühere Leben am hinteren Ende des Schießeisens wieder. Zudem hat auch der gestrenge Herr Vater etwas gegen den laschen Lebenswandel seiner Tochter und macht sich mit Silver Fox Schwester auf den Weg nach Thailand um das aus der Art geschlagene Gör zurechtzuweisen – mit Messern, Pistolen und Granaten...

Wie es sich für einen „Girls with guns“ Film gehört, gewinnt auch „Dreaming the reality“ keinen Oscar für das beste Drehbuch. Doch die Geschichte um das tödliche Geschwisterpaar steht auf leichterem Fuß als bei vielen der Genrekollegen und ist plausibel genug, um die Stirn des Zuschauers nicht in Falten zu legen.

Aber auch „Dreaming the reality“ hat seine Längen. Die sind jedoch leicht zu verkraften, denn Action gibt es reichlich. Die Scharmützel werden schnell, aber jederzeit übersichtlich inszeniert und geizen nicht mit Ideen. Der Showdown zwischen den Stolperdrähten von einem guten Dutzend Sprengfallen treibt selbst den behäbigsten Zeitgenossen den Puls in die Höhe.

Kurz: „Dreaming the reality“ ist ein „Girls with guns“ Film wie er sein soll: Das Blut fließt in Sturzbächen, die Mädels fliegen schwer bewaffnet durch die Luft und der Schurke saugt die Patronen auf, wie ein Schwamm das Wasser. Wer sich jetzt am Kopf kratzt und fragt, ob denn die Charaktere sensibel aufgebaut werden, der macht wohl besser einen Bogen um die Gewaltorgie. Für Actionfreunde wird jedoch ein Traum Realität.

– Commodore Schmidlabb –

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