Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Olympus has fallen

USA 2013
120 Minuten

Regie:
Antoine Fuqua

Darsteller:
Gerard Butler – Mike Banning
Morgan Freeman – Speaker Trumbull
Aaron Eckhart – President Asher
Rick Yune – Kang
Dylan McDermott – Forbes
Finley Jacobsen – Connor Asher







Amerika. Land der Mutigen. Land der Freiheit. Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir haben dir viel zu verdanken. Wo wären wir nur ohne Hair-Metal, He-Man und Actionfilme?

Gäbe es keine Actionfilme, wären meine Feierabende grau und trostlos. Niemand würde in meinem Gehirn den großen Reset-Knopf drücken. Doch in den letzten Jahren vernachlässigten die Amerikaner ihre größte Stärke im Entertainmentbereich.

Ihr könnt euch vorstellen, dass meine Freunde ins Unermessliche wuchs, als „Olympus has fallen“ – ein Actionfilm nach bewährtem „Die Hard“ Strickmuster Film am Horizont erschien. Das allein sagt noch nichts über die Qualität des Films aus. Schließlich handelt es sich bei dem fünften teil der „Stirb langsam“ Reihe um eine der größten Enttäuschungen der letzten Jahre.

Meine Freude beruhte vielmehr auf dem Versprechen, dass im Namen „Stirb langsam“ liegt. Seit jeher steht die Reihe für eine bestimmte Art von Actionfilm. Ihr wisst was ich meine - Die „knallharter Typ gerät versehentlich in eine Belagerung durch Terroristen“-Masche.

Und „Olympus has fallen“ ist ein lupenreiner Vertreter dieses Subgenres. Obwohl vielleicht nicht ganz lupenrein. Immerhin geht es um nichts anderes, als die Belagerung des Weißen Hauses und damit tritt „Olympus has fallen“ auch in die Fußstapfen des absurden Präsidenten- Actionfilms „Air Force One“.
Doch diesmal tritt nicht der oberste Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte gegen die ausländischen Aggressoren an. Der ehemalige Secret Service Agent Michael Banning gerät zwischen die Fronten und muss sich der koreanischen Angreifer erwehren.

Doch all das tut nicht zur Sache. Was zählt ist, dass die mit absurden Patriotismuselementen gespickte Action zündet. Die Schießereien sind nach Art der frühen Neunziger Jahre erfreulich altmodisch geraten und auch die CGI spielt mit.

Ob das für uns Europäer albern erscheinende Nationalbewusstsein das Humorzentrum kitzelt, oder den Film unguckbar macht, muss jeder für sich entscheiden. Aber eins lässt sich feststellen „Olympus has fallen“ ist bislang tatsächlich der beste „Stirb langsam“ Film des Jahres.

Im September erwartet uns noch der filmische Dopperlgänger „White house down“ von Amerika-Versteher Roland Emmerich. Der Trailer verspricht ein Präsidenten Buddy-Movie und viel bleihaltige Luft. Wessen Weisskopfadler höher fliegt, wird sich zeigen.

– Commodore Schmidlabb –


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