Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Red Dawn (2012)

USA 2012 
93 min. 

Regie:
Dan Bradley

Darsteller: 
Chris Hemsworth – Jed Eckert
Josh Peck – Matt Eckert
Adrianne Palicki – Toni Walsh
Isabel Lucas – Erica Martin
Will Yun Lee – Captain Cho





Wenn ich eine Rezension schreibe versuche ich in der Regel nicht mit Fachwissen zu protzen. Da sind Andere viel breiter aufgestellt als ich. Vielmehr möchte ich euch meine kindliche und meist überschwengliche Begeisterung für den besprochenen Film vermitteln. Darüber hinaus versuche ich aus jeder Rezension eine persönliche Geschichte zu machen. Ihr sollt fühlen was ich fühle. Klingt scheiße – trifft’s aber.

Im Fall von Red Dawn wird es vielleicht schwierig meine Begeisterung für den Film auf euch zu übertragen. Das liegt nicht an der Qualität sondern eher an der absurden Thematik des Films. In Red Dawn geht es nämlich um nichts Anderes als die Invasion der USA durch die Nordkoreaner.

Im Original von 1984 waren es noch die Kubaner die ein Stück vom Land der Mutigen haben wollten. Während sich damals noch die Swayze und Charlie Sheen den Invasoren entgegenstellten muss man heute mit austauschbaren Durchschnittsmimen vorliebnehmen.

Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn die Milch ist schon beim Drehbuch übergekocht. Ein EMP der alle Autos verschont? Ein paar High-School Football Idioten die eine hochtechnisierte Armee aus Nordkorea empfindlich treffen? Bitch please!

Doch genau diese naive Art verhalf dem Original aus den 80ern zu Kultstatus. Ob das auch dem Remake gelingen wird ist fraglich. Hier spielt auch der Zeitgeist eine wichtige Rolle. Doch spätestens als der längst in die Popkultur eingegangene Schlachtruf „Wolverines!“ ertönt schaukele ich vergnügt quiekend in meinem Kinosessel.

Bleibt festzustellen: Red Dawn ist kein Film für Hans und Franz. Mein Freund und Kollege ACT bekommt schon vom Titel „Red Dawn“ Pickel. Und irgendwie kann ich das auch verstehen. Die Story stinkt. Die Darsteller versumpfen im Mittelmass. Der Wille zum großen Wurf fehlt. Zudem zieht der Film jugendliches Proleten-Pack an, wie ich es seit „Iron Sky“ nicht mehr erlebt habe.

Mich jedoch trifft die krude Thematik mitten in den Lachmuskel. Und auch für den gebildeten Bürger, der weiß den Film Volley zu nehmen, ist Red Dawn ein süffisantes Kinoerlebnis.

– Commodore Schmidlabb –


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

eine höchst interessante darstellung des films bin mal gespannt wie ich den film finde