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Im Unsinn ihrer Majestät

Gestern habe ich das Versprechen abgegeben ein besonderes Schmuckstück des Euro-Spy Subgenres publik zu machen. Der folgende Film mit dem deutschen Titel „Nummer 1 ist nicht zu schlagen“ steht seit Jahren ganz oben auf meiner Wunschliste. Leider ist der Streifen meines Wissens nach seit dem Zeitalter der Videokassette nicht mit einer Veröffentlichung bedacht worden und quasi nur durch Zufall erhältlich. 

Das ist wirklich eine Schande. Denn "Licensed to love and kill“ – wie der Film im Original heißt – brilliert durch kristallklaren Schwachsinn. Damit meine ich zum Beispiel die dämlichen Gadgets, die im Film benutzt werden. Zwar wurden die technischen Spielereien des 007 gerne und oft kopiert, und ohne das Genie eines Ken Adam mutierten die Gadgets fast zwangsläufig zu albernem Plunder. Doch die Geräte, mit denen es Nummer 1 zu tun bekommt, sind selbst im Vergleich zu Genre-Kollegen himmelschreiender Unsinn und haben mich teilweise vom Stuhl geworfen (siehe Video 2).

Darüber hinaus erheitert mich die Verpflichtung von Gareth Hunt als Superagent. Hunt durfte neben John Steed und Purdie in den späteren Folgen von „Mit Schirm Charme und Melone“ die zweite Geige spielen. Von zweiter Geige zu Nummer 1 – ist das jetzt ein Auf- oder Abstieg?





– Commodore Schmidlabb –

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