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Heisse Katzen


aka Tödliche Katzen
aka Deadlier than the male

UK 1967
101 min.

Regie: 
Ralph Thomas

Darsteller:
Richard Johnson – Hugh „Bulldog“ Drummond
Elke Sommer – Irma Eckman
Sylva Koscina – Penelope
Nigel Green – Carl Petersen
Steve Carlson – Robert Drummond


Eine Reihe von spektakulären Morden an mehreren Ölmagnaten sorgt für Aufsehen. Hinter den Attentaten steckt der gewissenlose Ölbaron Carl Petersen, der sich seiner Konkurrenz entledigen will. Ausgeführt werden die Morde von zwei verführerischen Damen, die so attraktiv wie tödlich sind. Doch als Petersen einen Freund des smarten Versicherungsagenten Bulldog Drummond liquidieren lässt hat er sich einen gefährlichen Feind gemacht...

Bevor ich weiter auf den Film eingehe, ist es sinnvoll wie schon bei meiner Rezension zu Modesty Blaise, genaueren Blick auf die Figur  Bulldog Drummond zu werfen. Immerhin gilt sie als Ian Flemmings Vorlage für die James Bond.

Hugh „Bulldog“ Drummond wurde von Hermann Cyril McNeile im Jahr 1920 erschaffen. Mit James Bond hat Drummond eine Karriere beim britischen Militär gemein. Doch während 007 der Royal Navy angehört, verlässt „die Bulldogge“ das Heer seiner Majestät nach dem ersten Weltkrieg und beginnt aus reinem Nervenkitzel eine Karriere als Detektiv. Drummond wird als englischer Gentleman und Frauenmagnet von kantiger Erscheinung beschrieben. James Bond lässt grüßen.

Durch den Erfolg der Romane erlebte Bulldog Drummond alsbald zahlreiche Abenteuer im Radio und auf der Kinoleinwand. Anfang der fünfziger Jahre verebbte das Interesse an der Figur. Dem Erfolg der James Bond Filme ist es zu verdanken, dass Drummond ausgegraben wurde.  Um die Drummond dem Zeitgeist und dem direkten Vorbild anzupassen wurde aus der Figur, eigentlich ein klassischer Detektiv aus Pulp Geschichten, ein Agent gemacht. Ein Versicherungsagent, aber immerhin.

Man kann also sagen, dass aus Drummond – eigentlich das Vorbild für die Figur James Bond – schließlich ein Abziehbild des erfolgreichen Agenten wurde und das gleich in vielerlei Hinsicht. Die Hauptrolle wurde beispielsweise mit Richard Johnson besetzt, der fast ein Doppelgänger des Schotten sein könnte. Darüber hinaus wurde ihm in der deutschen Version des Films zusätzlich Sean Connerys Synchronstimme  – Gert Günther Hoffmann – verpasst.

Zudem war Richard Johnson, der hier die Kopie des Agenten Ihrer Majestät spielt, der Favorit der Macher des ersten Bond Films für die Rolle des 007. Doch weil er sich nicht für sieben Jahre an die Figur des James Bond binden wollte machte Johnson einen Rückzieher. Die Rolle bekam schließlich Sean Connery. Der Rest ist Geschichte.

Schämen muss sich Johnson für „Heisse Katzen“ aber nicht. Schließlich ist der Film eine Perle unter allen Streifen, die im Fahrwasser von 007 entstanden. Das liegt zum Einen daran das „Heisse Katzen“ ,im Gegensatz zu vielen anderen Kopien die zu der Zeit in Europa entstanden, technisch makellos inszeniert ist. Außerdem bringt der Film genug eigene Ideen mit um nicht zu langweilen. Manches wird  gar ganz anders als in den Agentenfilmen um 007 gehandhabt. Sind Frauen in den frühen Filmen der James Bond Reihe lediglich das Ziel für Ohrfeigen und Po-Klapser, sind sie  hier am Drücker. So verleiht das Killer-Duo bestehend aus Elke Sommer und Sylva Koscina dem Film indirekt den Titel.

Kurz: „Heisse Katzen“ hat alles – Flotte Sprüche, elegante Sets, dufte Mucke, sexy Mädels und einen Showdown auf einem riesigen Schachbrett. Er ist Hommage und Parodie in einem und kann vor allem eines gut – unterhalten.

9 von 10 möglichen Punkten

– Commodore Schmidlabb –




Kommentare:

Thodde hat gesagt…

Der Film ist echt super. Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich die Fortsetzung SOME GIRLS DO auch gar nicht so schlecht.

Trash Commando 2000 hat gesagt…

Die Fortsetzung kenne ich gar nicht. Ist ja nicht so einfach zu bekommen. Wenn Teil 2 aber nur halb so gut wie "Heisse Katzen" ist das immer noch einguter FIlm.

Thodde hat gesagt…

Hab ich auf DVD. Kann ich dir zur Verfügung stellen. :)