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Righting Wrongs


aka Tage des Terrors
aka Above the law
aka Zhi fa xian feng 


Hong Kong 1986
Regie: Corey Yuen
94 min.

Darsteller:
Biao Yuen – Hsia Ling-Cheng
Cynthia Rothrock – Cindy Si
Corey Yuen – Bad Egg
Melvin Wong – Sgt. Wong Jing-Wai






Eigentlich jedes Mal wenn ich einen Cynthia Rothrock Film in ein Abspielgerät lege frage ich mich, warum ich das eigentlich tue. Eine Art Hassliebe zwingt mich dazu ihre Filme zu konsumieren. Eine Hassliebe so groß, dass sie quasi in einer persönlichen Begegnung gipfeln musste (wir berichteten). Doch in letzter Zeit habe ich jedoch so viele üble Machwerke der Rothrock gesehen, dass ich mich schon fast nicht mehr erinnere, warum ich irgendwann dieses unnatürliche Faible für ihr Oeuvre entwickelt habe.
Glücklicherweise fiel mir nun Righting Wrongs in die Hände und ich hatte die Gelegenheit mal mein Gedächtnis aufzufrischen.

Natürlich hat der Film auch eine Geschichte, auf die ich kurz eingehen will:
Der Staatsanwalt Jason Chan hat die Schnauze gestrichen voll. Immer wieder bringen gnadenlose Hintermänner wichtige Zeugen um und die Angeklagten bleiben mangels belastender Aussagen auf freiem Fuß. Da entwickelt Jason eine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit und bringt die Gangster persönlich um die Ecke.
Schließlich wird die knallharte Kommissarin Cyndi Si wird auf den Plan gerufen, um den gnadenlosen Vigilanten aufzuhalten.

Der Film  fällt in Cynthia Rothrocks goldene Schaffensphase in Hong Kong, als Actionfilme noch voll wahrhaft wagemutiger und unglaublicher artistischer Präsenz waren. Righting Wrongs bildet da keine Ausnahme. Die Kämpfe und Stunts sorgen immer wieder für Verblüffung und Erstaunen. Man sieht förmlich das in die Choreographie geflossene Herzblut.

Und auch die Geschichte hält anders als viele Hongkong-Filme die Balance zwischen Story und Action. Auf Slapstick und Pennäler-Humor wird aufgrund der Selbstjustiz-Thematik konsequenterweise verzichtet. So ist auch das Ende des Films überraschend hart geraten. Im sogenannten Mandarin Cut des Streifens gibt es allerdings auch ein alternatives Ende das ich allerdings noch nicht gesehen habe. Wie mir berichtet wurde, kommt dieses jedoch ziemlich unglaubwürdig und albern daher.

Doch was rede ich hier um den heißen Brei herum? Wie sagt man doch? Über Martial Arts Filme zu reden ist wie zu Architektur zu tanzen. Ich empfehle euch den unten eingebetteten Trailer, der eigentlich mehr ein Musikvideo ist, reinzuziehen. Dann werdet ihr verstehen, warum ich einst zum Rothrock Fan geworden bin.

8 von 10 möglichen Punkten

– Commodore Schmidlabb –



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