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Iron Angels

aka Midnight Angels
aka Tian shi xing dong

Hong Kong / Taiwan 1987
Regie: Raymond Leung / Teresa Woo
87min.

Darsteller:
Alex Fong –  Alex, Angel #1
Moon Lee – Moon, Angel #2
Elaine Lui – Elaine, Angel #3
Yukari Oshima – Madame Sue









Im fernen Osten hat die Polizei echt andere Probleme als hierzulande. Kaum zerstört man ein paar Mohnfelder drehen die örtlichen Drogenbosse durch und liquidieren jeden an der Aktion beteiligten Ordnungshüter. Dahinter steckt die Geheimorganisation von Madame Sue. Diese ist eine knallharte Sadistin mit einer Vorliebe für feinen schwarzen Zwirn und seltsamen Silberschmuck.
Dass eine derart hochkaratige – äh hochkarätige Verbrechergang nicht mit den Mitteln der Feld-Wald-und Wiesenpolizei zu bezwingen ist, sehen auch die Verantwortlichen schnell ein. Eine Spezialeinheit muss her – die Iron Angels. Die kessen Girls unter der Führung des schmalzlockigen Angel #1 verfügen über tödliche Handkanten, abgefahrene Gadgets und einen raumfüllenden Computer. Logisch,  dass bei so einer schlagkräftigen Truppe kein Stein auf dem anderen bleibt.

Fazit:
Iron Angels bietet Hong Kong Action nach bewährten Muster könnte man denken, doch Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei Iron Angels viele Kleinigkeiten anders gehandhabt werden als bei den Konkurrenten.
Da wären zu einem die Kämpfszenen. Durch den Einsatz der James Bond-Gadgets wirken die Prügeleien auch heute noch anders und frisch. Zudem gibt es genug Action. Das sollte bei einem Martial Arts Film eigentlich selbstverständlich sein, aber wir alle wissen, dass das leider nicht immer der Fall ist. Zu oft müssen wir uns durch nicht enden wollende Dialoge über belanglose Hintergründe quälen. Bei Iron Angels ist sogar die Zeit zwischen den Keilereien amüsant.

Hinzu kommt, dass Iron Angels stärker als viele andere Actionfilme der 80er aus Hong Kong von der Gestaltung in sich schlüssig ist. Das ist sicherlich ein Zufall. Ein Production design wird es wohl kaum gegeben haben. Und doch: Die Besetzung – stets High fashion – führt silbrig glänzende Jacketts und exquisite Dauerwellen spazieren und der Synthesizer-Soundtrack bewegt sich irgendwo zwischen Super Probotector und Punch Out. Erinnerungen an selige Zeiten vor dem Super Nintendo werden wach.
Bitte versteht mich nicht falsch. Erwartet keinen bis ins letzte Detail durchgestylten Augen-Porno. Trotzdem bleibe ich dabei, dass gerade diese Nebensächlichkeiten Iron Angels den letzten Schliff verleihen. Wenn das Spandau Ballet und Bananarama zur Super Nintendo Mucke auf blutigen Rachefeldzug gehen bin ich dabei – währt ihr doch auch, oder?

8 von 10 möglichen Punkten

– Commodore Schmidlabb –



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