Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Deadly Prey

USA 1987
88 min.

Regie: David A. Prioir

Darsteller:
Ted Prior – Mike Danton
Suzanne Tara – Jaimy
Cameron Mitchell – Jaimy's Vater
David Campbell – Col. John Hogan







Irgendwo in Kalifornien trainiert der finstere Col. John Hogan sein Söldner-Heer.
Für seine Missionen kann Hogan aber nur die Besten der Besten gebrauchen und so schickt er seine Rekruten durch ein knallhartes Training. Natürlich erschafft man keine Supersoldaten am Schießstand und in der Mucki-Bude. Echte Kerle brauchen echte Herausforderungen. Menschenjagd lautet das Stichwort.

Doch die bisherigen Ziele stellen für seine Superhengste keine Herausforderung dar. So entsendet er seine Vasallen um Ausschau nach einem Superfighter zu halten. Aber wie findet man einen knallharten Typen der den Ansprüchen des Colonels genügt? Genau, man fährt mit seinem Lieferwagen durch die Straßen der Vorstadt und sackt einfach den dritten Idioten ein, der über den Trottoir schlendert. Seltsamerweise funktioniert  die Methode tatsächlich, denn die Schergen sacken den Super-Killer und Vietnam-Veteranen Mike Danton ein.

Nur mit einer Hot Pants (!) bekleidet wird Danton im Wald ausgesetzt und gejagt. Natürlich hat das He-Man Double keine Lust als Objekt für Schiessübungen zu dienen und beginnt die Männer des Colonels zu dezimieren. Ironischerweise wurde Danton ausgerechnet von Colonel Hogan ausgebildet. Tja, der Schuss ging in die Hose würde ich sagen. Doch davon lässt sich der Finsterling nicht abschrecken und schickt seine Mannen regelmäßig vor das Mündungsfeuer des Terminators mit der sexy Buchse bis schlussendlich nur der Colonel selbst übrig bleibt und es zum unvermeidlichen Showdown Lehrmeister gegen Schüler kommt.


He-Man in Hot Pants: Mike Danton 

Fazit:
Hierzulande ist Deadly Prey recht unbekannt. Reviews beziehen sich in der Regel auf eine legendäre Ausstrahlung des Films auf dem Westdeutschen Rundfunk. Eine offizielle DVD ist meines Wissens bislang nirgendwo auf der Welt erschienen.

Ich selbst bin auf diesen Film im Internet gestoßen, nachdem mir eine Website versicherte, dass man kein echter Freund von Actionfilmen der Güteklasse C ist, wenn man Deadly Prey nicht gesehen hat. Diese Behauptung wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und begann weitere Informationen einzuholen und stellte dabei fest, dass der Film in den vereinigten Staaten Kultstatus genießt. Meine Neugier war nun unerträglich geworden und musste befriedigt werden.

Nachdem ich dieses Meisterwerk nun gesichtet habe, neige ich mein Haupt in Demut. Solange war mir dieses Schmuckstück von Film gänzlich unbekannt und mein Leben umsonst gelebt. Damit es euch besser geht preise ich nun dieses Macho-Manifest an.

Gründe für Lobpreisung gibt es sicherlich genug. Allein der hohe Bodycount und die absurden Kills bieten genügend Schauwerte für zwei Filme.
Ebenso absurd ist auch die Story. Gegen die gelben Seiten zieht das Drehbuch von Deadly Prey den Kürzeren. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass gegen dieses Machwerk Phantom Kommando wie philosophisches Kopfkino wirkt.



Das Böse in Person (erkennbar an der Sonnenbrille)

Die Darsteller sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls allesamt Philosophen mit feinem Gespür für Form und Maß. Dafür spricht zum Einen ihre auf das nötigste reduzierte Ausdrucksweise – Selten werden mehr als fünf Worte verloren („I’m gonna kill you!“). Zum Anderen führen sie in einer beeindruckenden Parade ihre Vokuhilas und Porno-Brillen spazieren wie es nur echte Gentlemen können.


Ich kann diesen Film gar nicht hoch genug loben.

Meine uneingeschränkte Empfehlung für Deadly Prey.

10 von 10 möglichen Punkten

– Commodore Schmidlabb –


Kommentare:

ACT hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=0CScyXlIMCU Schon nicht schlecht das Ding.

RockinCT hat gesagt…

Danke fürs Posten!
Echt Starke Leistungen!

Trash Commando 2000 hat gesagt…

Kein Problem. Wenn ich Zeit habe mache ich das doch gerne. Und im Moment habe ich mehr Zeit als ich will.
Also setze ich meine ganze Kraft für den Unfug ein.

– Commodore Schmidlabb –