Der Blog für Trashfilme und B-Kultur







Mittlerweile blickt unser kleiner Blog ja auf eine recht muntere Auswahl an Gastreviews zurück. Und heute wird die Liste noch ein kleines bisschen länger. Dabei ist es mir eine ganz besondere Ehre die heutige Gastreview online zu stellen, kommt sie doch von niemand geringerem als meinem Bruder!
Also los großer Bruder - Sprich die Wahrheit!  Sag uns: Konnte dich Empire of Ash überzeugen?


Empire of ash 2

Kanada 1988

Regie: 
Michael Mazo
Lloyd A. Simandl

Darsteller:
Thom Schioler - Orion
Melanie Kilgour - Danielle
Frank Wilson - Shepherd






Empire of Ash 2 (es gibt auch 1?!) konnte mich schon überzeugen. Doch wie bei wahrer Kunst zu erwarten, ist mein Verstand nicht in der Lage die Komplexität und Hintergründigkeit dieses Werkes völlig zu beleuchten. Speziell die Frage des „warum“ bleibt unklar.


Das verhindert jedoch nicht den Genuss des audiovisuellen Erlebnisses an sich! Eine paramilitärische 80’er Jahre Mad-Max-Rockerbande, die mitsamt ihres wortgewaltigen und nie schweigenden Endzeit-Predigers in mattschwarzen Fahrzeugen durch die Gegend fährt und zu Hardrock-Geschrammel haufenweise Infizierte abknallt, weiß eben einfach immer zu begeistern! 

Die Infizierten ihrerseits glänzen durch besonders hirnloses Vorgehen und lassen kaum Gelegenheiten aus, sich auch willig erschießen zu lassen. Diese possierlichen in Bettlaken und Schweißerbrillen gewandeten „LARDS“ ermöglichen so erst einige der besten Szenen des Filmes, so zum Beispiel den vergeblichen Versuch, auf ein fahrendes Fahrzeug aufzuspringen! Was schon unzähligen Filmhelden völlig unrealistischerweise gelungen ist, misslingt hier endlich! Warum mussten wir so lange warten, um wirklich mal jemanden danebensegeln und aufklatschen zu sehen?

Im übrigen gibt es neben diesen beiden Parteien auch noch nicht infizierte Humanoiden. Diese Außenseiter dienen den LARDS als unfreiwillige Blutspender und den paramilitärischen Religionsrockern als potenzielle neue Staatsmitglieder. Zumindest die Frauen…

Dieser Gruppe entstammen übrigens die beiden Hauptcharaktere, die klassischerweise eine gemischtgeschlechtliche Zweiergruppe bilden. So konnte auch gezielt und stimmungsvoll Erotik integriert werden: einer der filmischen Höhepunkte ist eine ausführliche Dusche, die die Dame an einem Wasserfall nimmt. Eine beruhigende Nachricht lautet übrigens, dass dieses Wasser dampft, demnach wird es in der Endzeit also heißes Wasser umsonst in der freien Natur geben!

Kurzum: zahlreiche Schießereien auch unter Einsatz schwererer Bewaffnung mit teils sehr überzeugenden Sterbeszenen, die im Genre unverzichtbare Industriebrache, eine Verfolgungsjagd, skurrile Figuren, eine Prise Erotik,– hier wird einfach alles geboten, was der Zuschauer sehen will! Da lässt es sich leicht verschmerzen, dass man das Gesamtgeschehen nicht völlig erfassen kann und man verzeiht dem Film bereitwillig, dass er einem die eigene geistige Beschränkung vor Augen führt!


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