Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Roller Blade






















Mein Name ist Waco.

Ich lebe im zweiten Dunklen Zeitalter. Ich trage Kriegsbemalung im Gesicht, denn diese Welt ist eine verdammt Harte. Hier wird man schon für ein paar Batterien umgebracht, nur um den Walkman am laufen zu halten. Also passe ich mich an. Ich bin ein Drecksack, Abschaum. Ich arbeite für Saticoy.

Wer Saticoy ist? Ihr seid wohl nicht von hier, was? Saticoy ist das Krebsgeschwür dieser gottverlassenen Welt. Doch gottverlassen ist vielleicht nicht das richtige Wort. Es gibt auch Hoffnung – die gutmütigen Rollschuh-Nonnen vom Orden der Rollerblade und den Marshall. Sie bekämpfen die Skate-or-Die Gang und das Schwein Dr. Saticoy.

Doch ich selbst bin auch kein Engel. Ich habe schreckliche Dinge getan. Was blieb mir Anderes übrig? Ich brauchte dringend Kugellager. Ohne Kugellager keine Rollschuhe. Ohne Rollschuhe kein Leben. Autos gibt es schon lange nicht mehr. Flugzeuge erst recht nicht. Wer überleben will muss sich irgendetwas mit Rollen besorgen. Räder unter den Füßen sind wichtiger als alles Gold dieser Erde. Die meisten verlassen sich auf Rollschuhe und Skateboards. Ich selbst schiebe meinen treuen alten Einkaufswagen durch diesen apokalyptischen Alptraum.

Was ich aber jetzt getan habe, ist selbst für mich ein neuer Tiefpunkt. Ich habe den Sohn des Marshalls entführt. Ein unschuldiges Kind in den Händen von Saticoy – Genau das richtige Druckmittel für dieses Monster. Saticoy will den Energiekristall, der sich in der Obhut der Nonnen befindet. Er verspricht endlose Energie – naja, zumindest genug Energie für einen Sprung über die große Schlucht. Dahinter verbirgt sich Mecca Co. Ein gelobtes Land in dem sich die Waffen kilometerhoch stapeln, so sagt man. Saticoys feuchter Traum.

Bislang konnten die Schwestern die Angriffe dieses Barbaren abwehren. Doch Saticoy spielt nicht sauber. Er hat einen Maulwurf in den Orden geschleust. Die Schwestern hat es geradezu von den Rollschuhen gehauen. Doch auch ich war ahnungslos. Ich habe Saticoys Schergen den Jungen gegeben. Doch statt meiner Kugellager erhalte ich nur ein kaltes Lächeln und schließe Bekanntschaft mit der Armbrust seines schnurrbärtigen Vasallen. Der Pfeil fliegt...

Ich sterbe.
Ich wache auf. Der heilige Hund der Rollschuh-Nonnen hat mich gefunden. Er leckt meine durchschnittene Kehle. Sein Speichel bewirkt Wunder. Ich lebe! Tatsächlich. Ich habe eine zweite Chance erhalten. Ich schwöre ich werde mein neu gewonnenes Leben dazu nutzen, den Teufel Saticoy zu stürzen. Oh nein! Die Skate-or-Die Gang kommt wieder um ihr blutiges Werk zu vollenden...

Ich sterbe...
Erneut wache ich auf. Eine der Schwestern hat mich gefunden und mich mit ihrem heiligen Klappmesser gerettet. Was bin ich doch für eine glückliche Sau. Nicht viele erhalten eine dritte Chance. Ich schwöre dass ich es nicht verkacken werde. Saticoy du Teufel – ich komme! Moment was ist das? Scheiße, die Skate-Punks!

Schwein gehabt.
Die Punks haben mich ziemlich gut vermöbelt. Wenigstens haben sie mich diesmal nicht um die Ecke gebracht. So Saticoy. Jetzt wird abgerechnet...

Kommentare:

Trash Commando 2000 hat gesagt…

Dieser Film ist etwas Besonderes. Daher weiche ich an dieser Stelle von meinem üblichen Layout ab. Damit jedoch alles vollständig ist, hier die Infos zum Film:


Roller Blade
USA 1986
92 min.

Regie: Donald G. Jackson

Darsteller:
Suzanne Solari – Sister Sharon Cross
Sam Mann – Waco / Samurai Devil
Robby Tailor - Dr. Saticoy
The Flying Sergio Brothers - Karate Minions

10 von 10 möglichen Punkten

– Commodore Schmidlabb –

Trash Bronson hat gesagt…

Man der klingt so geil.

Baronesse hat gesagt…

Jetzt bin ich doch etwas traurig, dass ich den nicht nochmal mit euch gesehen habe...

Thodde hat gesagt…

Mir tut immer noch der Schädel weh von dem Teil!