Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Killdozer


USA 1974
Länge: 74 min
Regie: Jerry London
Darsteller: Clint Walker; Carl Betz; Neville Brand;    James Wainwright; Robert Urich; James A. Watson Jr.

Wer baggert noch so spät am Baggerloch? ... schon als Kind mochte ich sowohl den ohrwurmverdächtigen Song von Mike Krüger, als auch Baufahrzeuge im Allgemeinen. Dies hat sich spätestens mit diesem Film geändert. Als ich vor kurzem den Trailer zu Battle Truck sah, mit dem uns der Commodore beglückt hatte, grub mein Gehirn eine Erinnerung an einen Film aus, über den ich schon seit langer Zeit ein paar Zeilen schreiben wollte. 
Ich hoffe der Gedankensprung von Truck auf Bulldozer ist einigermaßen logisch nachvollziehbar. 


Die ganze Misere hat ihren Ursprung im November 1944, als der Science Fiction Autor Theodore Sturgeon eine Kurzgeschichte über einen wild gewordenen Bulldozer schrieb. Scheinbar war diese Geschichte so exorbitant gut, dass sie nicht nur in Film- und Comicform adaptiert wurde, sondern auch als Namenspate einer Post Hardcore Metal Band dient. 


Das Sprichwort "Alles Gute kommt von oben" wird komplett ausgehebelt, sobald Meteoriten und anderer Weltraummüll ins Spiel kommen. So auch in diesem Film: Gleich zu Anfang braust einer dieser Meteore schnurstracks auf die Erde zu und knallt volle Kanne auf eine kleine Insel. Zum Glück kann dieser Meteor alles, von leuchten bis zu komische Geräusche machen. Jedoch versagt er völlig, wenn es darum geht, beim Aufprall einen Einschlagskrater zu hinterlassen, weshalb der Inselpopulation das Schicksal der Dinosaurier zunächst erspart bleibt. 

Diese Population setzt sich aus einer Handvoll Bauarbeitern zusammen, die aus irgendeinem Grund auf dieser einsamen Insel einen Flugplatz oder Ähnliches bauen wollen.
Leider handelt es sich hierbei höchst wahrscheinlich um richtige Bauarbeiter, die versuchen Schauspieler zu sein und nicht um Schauspieler die versuchen Bauarbeiter darzustellen. Wie dem auch sei, beim Rumplanieren liegt wie aus dem Nichts kommend besagter Meteor im Weg, der auch so gleich wieder anfängt blau zu leuchten- wer denkt da gerade nicht an Rambo 3? 

Fortan mutiert der einstige Freund und Helfer des Menschen, Bulldozer, zu seinem größten natürlichen Feind, dem KILLDOZER! Welcher hinter allerlei Straßenecken lauert, Steine von Abhängen rollt und nashornartig jedes Feuer austritt ... ehhh zuschüttet natürlich.

Höchst amüsant: Gegen Ende des Filmes springt völlig grundlos einer der Bauarbeiter in seinen Jeep und fährt, laut kundtuend dass er jetzt Schwimmen gehe(?!), zum Strand. Wo natürlich der Killdozer schon auf ihn wartet, um ihn zu überrollen.
Ich bin niemand der großen Realismus von Filmen erwartet, aber trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass der Hauptteil der Komik des Filmes daher stammt, dass der gezeigte Caterpiller D9 laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 11,9 Km/h hervorbringt und sich in der Theorie jeder Bauarbeiter - im wohlgemerkt nüchternen Zustand - vor dieser Baumaschine in Sicherheit bringen könnte. 

Das absolute Highlight dieses traurigen Versuchs eines Horrorfilms, ist der Showdown, in dem es zu einem Kampf Schaufel gegen Schaufel zwischen dem Killdozer und einem Bagger kommt. An Spannung echt nicht mehr zu überbieten! 


Alles in allem kommt bei diesem Film selbst durch trashige Story keine richtige Unterhaltung, kein Witz oder gar ein Funken Spannung auf. Irgendwie plätschert der ganze Film in dem selben Grauton vor sich hin, der sich sowohl in der Landschaft, als auch in den "Kostümen" wiederspiegelt. 

Deshalb lediglich 6 von 10 Punkten für den Killdozer von meiner Seite. Wer es trotzdem nicht lassen kann, bitteschön:



AMERICAN CYBORG TERMINATOR

P.S.: Ich vergaß: Killdozer the Video Game!

1 Kommentar:

ACT hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=sgbYGAOD37A