Der Blog für Trashfilme und B-Kultur


Die Triffids – Pflanzen des Schreckens (Teil 1)
aka Day of the triffids
UK 2009
insgesamt 180 min.

Regie:
Nick Copus

Darsteller:
Dougray Scott – Bill Masen
Joely Richardson – Jo Playton
Eddie Izzard – Torrence
Brian Cox – Dennis Masen
Jason Priestley – Coker



Eine Sache hat Groß Britannien Deutschland voraus – die BBC. Die staatliche Hitfabrik traut sich immer wieder und erfolgreich an Stoffe, die hierzulande nicht umsetzbar erscheinen. Man stelle sich nur einmal eine ZDF-Version von Doctor Who vor.

Sehr zu meiner Freude widmete sich der britische Sender schon 2009 einer Neuverfilmung, oder besser gesagt einer Neuinterpretation, des alten Sci-Fi-Klassikers Day of the triffids. 

In der nahen Zukunft hat die Menschheit hat die Energiekrise mit Hilfe der Triffids überwunden. Die Triffids – mannshohe Pflanzen –  dienen den Menschen als fast unerschöpfliche Ölquelle. Doch die Gewächse haben auch einen gewaltigen Nachteil. Sie ernähren sich von Fleisch, können sich unabhängig bewegen und besitzen zu allem Übel auch einen Giftstachel.

Bill Masen widmet sein Leben, genau wie vor ihm seine Eltern, der Erforschung der Pflanzen. Doch eines Tages wird Bill auf einer Londoner Triffid-Farm von einem aggressiven Exemplar angegriffen und verletzt. So verpasst er den gigantischen Sonnensturm, der kurz darauf auf die Erde einprasselt. Glück für Masen – denn das Phänomen lässt fast die gesamte Erdbevölkerung erblinden.

Was folgt ist klar. Anarchie bricht aus. Inmitten des Chaos trifft Masen auf Jo Playton. Die Reporterin befand sich zum Zeitpunkt der Katastrophe in der U-Bahn und kann deswegen auf ein paar funktionierende Augen zurückgreifen. Fortan sind sie als Duo unterwegs und versuchen einen Ausbruch der Triffids zu verhindern.

Doch nicht alle Sehenden haben ähnlich noble Ansichten und so müssen Masen und die Reporterin feststellen, dass jemand die Pflanzen befreit hat. Es kommt noch schlimmer. Der skrupellose Torrence – ebenfalls sehenden Auges – hat eine Gruppe Bewaffneter um sich geschert und strebt nach der Macht im führungslosen England. Da Torrence noch vakante Stellen für einen Triffid-Experten und eine Reporterin hat, beabsichtigt er Masen und die schöne Playton in seinen Kader einzugliedern. Mittlerweile bewegen sich die Triffids auf die Städte zu.

Fazit:
Mit seiner Version der Triffids erfindet die BBC das Rad nicht neu. Aber wer schon mal eine BBC-Serie gesehen hat, weiß was er bekommt. Eine charmante und bestrebte Produktion mit ansprechender Besetzung (trotz oder wegen Jason Priestley). Den Effekten mag man öfters das geringe Budget ansehen, aber das gewisse Etwas, wegen dem ich immer wieder einschalte ist definitiv vorhanden. Und einschalten werde ich nächsten Montag wieder – 21:15 Uhr Pro Sieben.

Knappe 7 von 10 möglichen Punkten

– Commodore Schmidlabb –

Kommentare:

Trash Bronson hat gesagt…

Wahnsinn, schon ewig her, dass sich unsere Meinungen so unterschieden haben. Ich habe nach 20 Minuten aufgegeben, weil es mir eher wie eine Pro7-, als eine BBC-Produktion vorkam.

American Cyborg Terminator hat gesagt…

Nee, ich fand das auch ganz unterhaltsam für ein Remake, vor allem im Vergleich zu den riesigen Kot der sonst im Fernsehprogramm läuft.

Bei Pro7 wären zudem Uwe Ochsenknecht, Michelle Hunziker und Aiman Abdallah als Triffid in den Hauptrollen gewesen.