Der Blog für Trashfilme und B-Kultur






Der STIIIIEEEEFEL!

in unserer letzten Umfrage, wollte ich von Euch wissen, welchen Filmklassiker Ihr bislang nicht gesehen habt. Zuerst danke ich für die rege Teilnahme. Ich hatte befürchtet, dass die Beteiligung sehr schwach ausfallen könnte. Zudem plagte mich eine Vorahnung, dass die Antwort „Kenn ich alle...Du Horst!“ die meisten Clicks auf sich vereinen könnte. Bedingt wurde die Ahnung durch meine Annahme, dass ein Filmfreak nie zugeben würde einen Film, der gemeinhin als Klassiker gilt, nicht gesehen zu haben. Glücklicherweise war mein Pessimismus nicht angebracht. Also danke ich nochmals für das Hose runterlassen.

Natürlich spiegelte die Auswahl der Filme mehr oder weniger nur meine subjektive Sicht der Filmlandschaft wieder. Aber genau deswegen will ich anhand der Filme mit den meisten abgegebenen Stimmen kurz verdeutlichen, warum diese für mich Klassiker sind.

Bierfest

Natürlich handelt es sich bei Bierfest um eine Scherzantwort. Schließlich ist der Streifen ein übles Machwerk. Doch allein, dass es diesen Film über ein geheimes Stiefelsaufen unter dem Oktoberfest wirklich gibt, ist für mich ein Kuriosum, das nicht genug bestaunt werden kann. Im Originalton ist der Film natürlich ein noch größerer Genuss, denn die bösen Deutschen (verkörpert u.A. von Ralle Möller und Jürgen Prochnow) sprechen natürlich feinstes Oxford-Englisch. Eigentlich könnte die Idee zu Bierfest von mir sein, doch ich habe nicht mal den Elan ein Drehbuch über einen knallharten Straßen-Billard-Film zu schreiben.

Rio Bravo

Prinzipiell mag ich Italo-Western deutlich lieber als Ihre amerikanischen Pendants. Doch natürlich gibt es auch aus den USA einige formidable Western. Dazu gehören 12 Uhr Mittags und eben Rio Bravo. Zu loben ist jedenfalls der ungewohnt unkonventionelle Ansatz für einen derart betagten, amerikanischen Western. Die Helden sind keineswegs strahlende Supermänner. Dean Martin spielt passenderweise einen Alkoholiker, während John Wayne einen schlechten Schütze verkörpert, der seinen Zenit längst überschritten hat. Dazu verzichtet Rio Bravo auf jeden Pathos. Allein dafür ziehe ich meinen Cowboyhut.

Agenten sterben einsam

Müsste ich spontan einen Film nennen, den ich vor Spannung kaum ertragen habe, dann fiele meine Wahl auf „Agenten sterben einsam“. Der mit geradezu genialen Finten gespickte Plot ist der Garant, dass der Film trotz seiner stolzen Laufzeit von 150Minuten jederzeit spannend bleibt. Die überragende Seilbahn-Szene war zudem das Vorbild für dutzende Videospiele und Filme (siehe zum Beispiel James Bond: Nightfire).

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

M ist eine Ode an den Rechtsstaat in einer Zeit als die Diktatur beginnt ihren dunklen Schatten über Deutschland zu werfen. Der Film über einen Kindermörder ist auch heute noch aktuell. Ich gehe soweit zu sagen, dass man in modernen Gerichten die selben Sätze hört, die auch Fritz Lang seinen Schauspielern damals in den Mund gelegt hat. Zu loben ist ebenfalls Peter Lorres Jahrhundert-Performance.


Das war jetzt ganz schon heftiger Stoff. Ich habe zu viele Worte über gute Filme verloren. Darum schicke ich das Niveau jetzt in den Keller – zum Bier holen. Eine neue Umfrage soll es auch gleich noch mitbringen..

Wer ist Euer Favorit in der Police Academy?

Kadett Mahoney
Kadett Zed
Kadett Hightower
Kadett Sweetchuck
Kadett Tackleberry
Sgt. Callahan
Kadett Jones
Lt. Harris
Kommandant Lassard


– Commodore Schmidlabb –


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