Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Gestern

Als uns gestern die Langeweile plagte, beschlossen wir uns den Staraufmarsch bei der Premiere von „Cowboys und Aliens“ am Potsdamer Platz anzusehen. Immerhin erschien mit Daniel Craig ein Mann, der als Bond-Darsteller so etwas wie Unsterblichkeit genießt. Und natürlich läuft auch Harrison Ford dank seiner Darstellung von Han Solo/ Indiana Jones kaum Gefahr vergessen zu werden – Ganz im Gegenteil zu Teilen der angereisten Prominenz. Wem sollte man sonst Premieren-Karten zukommen lassen, wenn nicht dem Bodensatz des deutschen Showbusiness, bestehend aus Casting-Show-Verlierern (!) und Leuten, die vor 10 Jahren mal eine Sendung mit „lustigen“ Filmclips moderiert haben? Ehre wem Ehre gebührt.

 Ein Hinweis: Auf diesem Foto hat sich Daniel Craig versteckt.

Immerhin konnte man mit Alexandra Kamp auch noch eine echte B-Movie-Darstellerin gewinnen. (Anmerkung: Alexandra Kamp ist mit gleich zwei Rezensionen auf diesem Blog vertreten). Wie die meisten anderen Applaus-Vampire auf dem roten Teppich bekannte sie dann auch freimütig, weder Western noch Science-Fiction-Filme zu mögen – die perfekte Vorraussetzung für den Genuss von „Cowboys and Aliens“.

Der Star aus Dracula 3000 – Alexandra Kamp


Endlose Animationsversuche der grausigen Event-Moderatorin später trafen dann Craig und Ford schließlich ein. Natürlich konnten wir aufgrund unserer spontanen Anreise nicht damit rechnen, freie Sicht auf James Bond und den errichteten Plastik-Saloon zu haben. So erklärt sich dann auch die fantastische Qualität meiner Schnappschüsse. Leider habe ich es nicht geschafft Bond beim Nasepopeln abzulichten, da der Auslöser nicht schnell genug war. Doch ich muss Daniel Craig ein Lob aussprechen. Der Mann weiß sich zu kleiden. Wer ein maßgeschneidertes Jackett mit Einstecktuch trägt verdient meinen Respekt.

Harrison Ford, der merklich keinen Bock hatte

Als erschreckend muss ich jedoch das Verhalten meiner Mitmenschen bezeichnen. Es würde auf übelste gedrängelt und die eigene Gier zur Schau getragen. Dabei gibt es nichts Unwichtigeres als Filmpremieren, wie ich nun weiß.

Für mich bleibt der 08.08.2011 eine gelungene Generalprobe für 2012, wenn James Bond nach Deutschland zurückkehrt.

– Commodore Schmidlabb –

P.S.: Bekomme ich jetzt wohl in Zukunft Karten?

1 Kommentar:

Trash Bronson hat gesagt…

Das find ich ja wunderbar, find ich das.