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Bride of the monster







aka Die Rache des Würgers
USA 1955


69min.


Regie:
Edward D. Wood Jr.


Darsteller:
Bela Lugosi - Dr. Eric Vornoff
Tor Johnson - Lobo
Loretta King - Janet Lawton







Zur Story:
Der wahnsinnige Dr. Vornoff (Lugosi) trachtet nach der Weltherrschaft. Zu diesem Zweck will der Atomwissenschaftler eine Armee von Supermenschen erschaffen. Damit ihm dabei niemand in die Quere kommt, umgibt er sich zu seinem Schutz mit dem hünenhaften Lobo (Johnson). Um wirklich ganz sicher zu gehen das keine ungebetenen Gäste sein Anwesen im Sumpf vor der Stadt betreten hat der Doktor eine todbringende Krake gezüchtet.

Das Vornoff Übles im Sinn hat schwant der smarten Reporterin Janet Lawton und sie beginnt herumzuschnüffeln. Logisch, das der Wissenschaftler das nicht gerne sieht und so steht die Eliminierung der Journalistin ganz oben auf Vornoffs Agenda. Doch Lobo hat sich in die kesse Janet verliebt und rettet sie aus Vornoffs Klauen. Dabei wird aus dem Doktor leider ein atomares Superwesen. In letzter Minute trifft Janets Verlobter Craig ein. Doch kann er die schöne Reporterin retten und Vornoff ausschalten, oder muss sich die Menschheit der nuklearen Terrorherrschaft des wahnsinnigen Doktors ergeben?

Fazit:
Ed Wood ist eine B-Movie Legende - kein Zweifel. Aber ich behaupte und soweit lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster: wirklich fundierte Kenntnisse über das Oeuvre des Genies haben wir eigentlich nicht. Wahrscheinlich ist eure Story zu Ed Wood der meinen nicht unähnlich. Irgendwann habe ich auf Arte Plan 9 aus dem Weltraum gesehen. Selbstverständlich war ich begeistert. Dann folgte Tim Burtons Liebeserklärung an den überschwänglichen Regisseur mit Johnny Depp in der Hauptrolle.

Nun - Jahre später – war mir der hohe Preis der Ed Wood DVD-Box egal. Noch am selben Abend habe ich mir erneut Plan 9 angesehen. Dann sammelte die Box erstmal Staub im Regal – zu viele neue Filme lenkten meine Aufmerksamkeit auf sich. Außerdem hatte ich die Befürchtung, dass ich mit Plan 9 sowieso die Sahnschnitte der gesamten Collection verputzt hatte. 

Doch lasst Euch gesagt sein: diese Furcht ist unbegründet! 
Bei Bride of the monster handelt es sich um ein Meilenstein der minderwertigen Unterhaltung.  Persönlich ziehe ich Bride of the monster sogar Plan 9 vor. Das liegt vor allem an der erhöhten Screentime von Tor Johnson. Sobald der Hüne vor die Kamera tritt (und klar ersichtlich auf Regieanweisungen wartet) könnt ihr euch sicher sein, dass es was zu lachen gibt. Natürlich strotzt der Film wie erwartet vor den bei Wood üblichen Logikfehlern, wackelnden Kulissen und unterirdischen Effekten, aber sie aufzuzählen wäre müßig. Zwar gibt es im Verlauf des Films auch ein bis zwei kleinere Hänger, doch Bride of the monster verdient nur einen Titel: Meisterwerk! Das Ende hat gar meine kühnsten Erwartungen übertroffen und mich mit weit offen stehendem Mund zurückgelassen.

Deshalb gibt es...


10 von 10 möglichen Punkten

-Commodore Schmidlabb-


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