Der Blog für Trashfilme und B-Kultur



John Barry 
03.11.1933 - 30.01.2011







Der fünffache Oscar-Preisträger John Barry ist tot.

Barry erlangte vor allem Berühmtheit durch die Soundtracks für die James Bond Reihe. Die Filmgeschichte verdankt meines Wissens nach ihren ersten Keyboard-Soundtrack (der Hauch des Todes) dem britischen Arrangeur und Komponisten.

Ich erinnere mich genau an meine erste Begegnung mit einem Barry-Soundtrack. Ich muss ungefähr acht Jahre alt gewesen sein, als ich mir das Hörspiel zum Disneyfilm Das schwarze Loch angehört habe. Als ich den Play-Knopf mit einem lauten Klicken runterdrückte, erklang eine Musik, die mich gefangen nahm. Eine greifbare Aura der Bedrohung ging von ihr aus, die mich bis heute in Ihren Klauen hält. In diesem Moment habe ich gelernt, was Musik bewirken kann.

Seine Kompositionen sind stets melodisch eingängig und prägend für den ganzen Film. Dabei schwingt jedoch immer eine unterschwellige Bedrohung mit. Doch es ist eine Aura der Bedrohung, der ich mich gerne ergebe. Seine Musik ist bombastisch aber nie kitschig. Ihre Kraft trifft immer ins Zentrum.

Barry’s Musik adelt sogar üble Machwerke wie The Specialist, Howard the Duck und Star Crash. Sein Stil ist in einer Art unverwechselbar, die sich nur mit Ennio Morricone messen muss.

Ich gebe zu, dass ich mit den Worten Meisterwerk und Genie um mich schmeiße. Doch diesmal meine ich es bitterernst, wenn ich schreibe: Die Welt hat ein Genie verloren.

-Commodore Schmidlabb-


Wer sich nun mit John Barrys Oeuvre näher beschäftigen will, dem empfehle ich den Genuss (und dass habe ich bewusst so gewählt) der unten angeführten Hörbeispiele.














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