Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Godzillas Freunde: Jet Jaguar

Hallo zusammen,
hiermit möchte ich euch zu einer weiteren Ausgabe von Godzillas Fi-Fa-Freunden begrüßen. Nach langer Abstinenz (Klausuren / Godzilla Unleashed durchspielen...) möchte ich mal wieder mein unnützes Wissen unters Volk bringen, mit den man höchstens ein paar picklige Eierköpfe beeindrucken kann. Aber auch bei Vorstellungsgesprächen könnte es Eindruck machen auf den Tisch zu springen und zu brüllen: "Gigan hatte seinen ersten Auftritt in Frakensteins Höllenbrut im Jahr 1971". So genug von meinen Tagträumen, kommen wir zum Wesentlichen:

Jet Jaguar (ジェットジャガー)
Größe: Zwischen 1,80 und 50 Meter (Je nach Lust und Laune)
Gewicht: 150 Kg oder aber auch 25.000 Tonnen

Auftritte:
- Godzilla vs. Megalon (King Kong - Dämonen aus dem Weltall) 1973
- Godzilla Save the Earth (PS2 / XBox) 2004
- Godzilla Unleashed (PS2 / Wii) 2007

Besondere Begabung:

Jet Jaguar mag lustig aussehen. Doch zum Zweck der Selbstverteidigung hat sein Schöpfer dem Blechmann die notwendigen Routinen zu diversen Kampfsportarten in den Schädel programmiert – Im Nachhinein eine sehr weise Entscheidung. Schließlich hat Jet Jaguar wie die meisten japanischen Filmmonster noch ein paar Freikarten für die Backpfeifen-Bahn. Zudem kann der mechanische Menschenfreund seine Größe beliebig verändern. Warum weiß selbst  der Erbauer des Legomännchens nicht. Von anderen Robotern im Allgemeinen und anderen Filmmonstern im Speziellen unterscheidet Jet Jaguar jedoch, dass er seinen eigenen Theme-Song hat. Doch dazu später mehr.

(Der Betriebsausflug der Tohostudios in das nahegelegene Disneyland Tokio)

Entstehungsgeschichte:
Wie allgemein bekannt sein sollte, stammt alles Leben aus dem Meer. Monster machen da keine Ausnahme, denn alle Monster kommen aus der Beringsee (Godzilla, Angilas, Destoroyah). Gut, es gibt auch Ausnahmen die aus dem Reagenzglas und/oder Weltall zu Besuch kommen. Aber im Gegensatz zur menschlichen Evolution wurde die Monster-Evolution nicht durch einen schwarzen Monolithen ausgelöst (ihr kennt den Film), sondern durch handelsübliche Atombomben.

Was die Menschen dabei nicht wussten war, daß unter dem Meer, wo bekanntlich alles schöner ist, eine alte Zivilisation ihr Zuhause hat. Die Rede ist von Seatopia (was sonst), weches ungefähr zeitgleich mit Atlantis untergegangen ist und seitdem friedlich bei den Fischen wohnt. Genervt davon ständig platzende Atome auf den Kopf zu bekommen, beschließt der Herrscher von Seatopia (ein Typ mit Glatze und griechischer Toga) kurzerhand die Welt um 6,8 Milliarden Menschen zu erleichtern.

Hier der Plan: Da man keine Armee hat sondern nur eine Riesenschabe (Megalon) mit einem Hilti-Schlagbohrer als Faust und Laser-Weihnachtsstern auf der Stirn, klaut man kurzerhand den Roboter Jet Jaguar von Professor Ibuki, damit dieser vor Megalon herfliegt und ihm zeigt, wo er gerade am besten seine Tobsuchtsanfälle auslassen kann. Bis dahin nicht schlecht gedacht, was die Seatopianer aber nicht wussten war, dass Dr. Ibuki eine von diesen praktischen Universalfernbedienungen hat, mit denen man neben den Fernseher und der Stereoanlage natürlich auch Jet Jaguar steuern kann.

Diesen schickt er sofort zur Monsterinsel um dort Godzilla um Hilfe zu bitten, der mittlerweile ein herzensguter Bub geworden ist. Zudem kann Jet Jaguar mittlerweile auch beliebig seine Größe ändern. Warum? Weil er es will! Zusammen hauen die beiden Megalon erstmal so richtig einen vor die Kauleiste. An sich eine sichere Sache... denkste!


(Nett sie kennen zu lernen Herr ...ähhhhhh...)

Um die Chancen wieder anzugleichen fällt kurzerhand – quasi per Eilpost – das außerirdische Monster Gigan vom Himmel. Zur Erklärung ertönt eine Alien-Stimme: "Volk von Seatopia. Wie gewünscht, senden wir Ihnen hiermit das Monster Gigan." Was folgt ist eine Prügelei die von der Länge her mit jedem Bud & Terrence Film mithalten kann.

Jun Fukuda hat mit diesem Werk wieder bewiesen das er weiß, wie man Trash schreibt. Jet Jaguar selbst ist mal wieder das Produkt eines Wettbewerbs bei dem Fans ihre Ideen einreichen konnten. Eine schöne Idee die auch noch Zeit und Geld spart. Warum dieser in Deutschland jedoch in King Kong umbenannt wurde ist genauso unklar wie verwirrend. Noch etwas Wissenswertes am Rande: das Volk von Seatopia trat schon vorher im Film "U-2000 Tauchfahrt des Grauens" auf und heißt in Japan einfach "Mu". Zum Schluss nun noch der versprochene Theme-Song.







American Cyborg Terminator

Kommentare:

Doc Savage hat gesagt…

Bor ey, die Godzilla-Filme von Jun Fukada sind echt ziemlich übel... aber auf eine positive Art ^^°

Amercan Cyborg Terminator hat gesagt…

Ja der gute alte Jun. Legendär ist auch Godzillas flying Dropkick aus demselben Streifen http://www.youtube.com/watch?v=mkJ-g3MVuDw