Der Blog für Trashfilme und B-Kultur

Trash in my pocket

In mancherlei Hinsicht kam mir meine Kindheit ziemlich lang vor, was daran liegen mag, dass ich ziemlich viele Erinnerungen an sie habe. In gewisser Weise, so muss ich zugeben, ist sie wohl auch niemals ganz zu Ende gegangen. Und ein wichtiger Bestandteil in ihr war seit jeher die Unterhaltung. Dazu gehörten das trashbeladene Fernsehen und die Videospiele, aber auch Comics, Bücher und nicht zu vergessen das Spielzeug.
Man kann wohl behaupten, dass bestimmte Spielzeugsorten in fast jedem Kinderzimmer einmal vorhanden waren. Dazu würde ich vor allem Lego und Playmobile zählen, die mit ihrer großen Themenauswahl ja auch für jeden Geschmack etwas hatten. Sei es die Lego-Ritter-Serie, die Playmobile-Cowboy-Reihe,… ich kann mich an einen Geburtstag erinnern, an dem ich jeweils beiden Großelternpaaren als Wunsch das Playmobile-Fort genannt hatte. Folglich bekam ich zwei. Das war aber nicht sehr dramatisch, weil ich dadurch die Möglichkeit hatte ein einziges Riesen-Fort zu basteln. Aber ich schweife ab….Für die Mädchen gab es natürlich auch irgendwelche Bausets, die weniger Action und dafür mehr Blümchen enthielten. Kurz und gut, man fand sie überall.
Doch neben den populären Dauerrennern, wie Lego und Playmobile, gibt es aber auch andere Kategorien von Spielzeug, um nicht zu sagen Merchandise. Ich werde das Ganze einmal in drei Kategorien einstufen. Nennen wir sie Merchandise, Pre-Merchandise und One-Hit-Wonder-Spielzeug.
Das Merchandise ist, genau das, was man vom Begriff her schon kennt. Es handelt sich hierbei um Spielzeug, welches als Folge einer gut laufenden Serie/ eines gut gelaufenen Films auf den Markt geschmissen wurde und seinen mehr oder weniger großen Erfolg dadurch hatte, dass die Kinder gerne Sachen nachspielen wollten, die sie vorher auch schon gesehen hatten oder die Helden aus den bekannten Medien Sachen tun sollten, die sie vorher eben noch nicht getan hatten. Manches Merchandise hielt sich selbst nachdem die Serien nicht mehr vorhanden waren noch eine ganze Zeit. Man kann es wohl nicht als Lüge bezeichnen, wenn ich behaupte, dass George Lukas mit Star Wars der erste echte große Merchandiser war.
Das Pre-Merchandise nimmt den exakt entgegengesetzten Weg, des Merchandise. Ein Spielzeug ist in dem Fall populär genug, um daraus eine Serie oder einen Film zu basteln.
Das One-Hit-Wonder-Spielzeug wiederum hat nichts mit Filmen zu tun und hat auch meist keine große Lebensdauer. Trotzdem ist es für eine gewisse Zeitspanne absolut der Renner und voll angesagt bei bestimmten Altersgruppen.
Wie man sich natürlich denken kann bedeutet erfolgreich niemals automatisch gut. Und somit ist es kein Wunder, dass wir ein Haufen Müll finden, sobald wir einmal die Spielzeugbüchse der Pandora öffnen. Also gucken wir doch einmal hinein und sehen was wir aus selbiger hervorkramen können….

Monster in my pocket (One-Hit-Wonder)
















Selten habe ich so sinnfreies „Spielzeug“ gesehen, wenn man es denn so nennen darf. Denn eigentlich waren die Monster nur zum Sammeln gut. Aus Gummi und mit verschiedensten „Fähigkeiten“ bestückt, konnte man sie gegeneinander „antreten“ lassen. Der mit den meisten Punkten hatte dann gewonnen. Ahhhhh ja, wie logisch, wer will dann denn die Monster mit niedrigen Punkten haben? Völlig sinnfrei war die Punktevergabe ohnehin.

Doch es geht noch schlimmer…

Mighty Max (Pre-Merchandise… auch wenn man es kaum glauben mag)


















Migthy Shit! Es ist ja schön und gut, wenn manche Menschen der Meinung sind, dass je kleiner Dinge werden, desto besser wäre ihre Technik. Bei Handys fällt uns das zum Beispiel auf. Doch auch wenn besonders kleines Spielzeug bedeutet, dass besonders viel davon in eine Schublade passt, bleibt mir bis heute unverständlich, wie man damit denn vernünftig spielen soll. Selbst mit kleinen Kinderhänden war ein gezieltes Spielen kaum möglich. Und dazu kam, dass sobald ein Teil verloren ging, die Chance es wiederzufinden nahezu bei Null lag. Jedes Mighty Max- Paket war inklusive eines eigenen Dungeons, sozusagen, die alle langweilig waren. Was für eine Geldverschwendung. Und dann machten irgendwann später tatsächlich einige Leute daraus dann noch eine Serie und genau so schlimm, Videogames… ohne Worte.

Transformers (Merchandise)

















Ich möchte am liebsten weinen, wenn ich sehe, was Michael Bay und Senor Spielbergo aus Transformers gemacht haben. Als ich vor einigen Jahren hörte, dass es einen Realfilm geben soll, war ich zwar etwas skeptisch, weil ich Angst hatte, die Transformationen würden scheiße aussehen und das Geräusch, welches mir in meiner Kindheit eines der liebsten war, würde verworfen werden, doch alles in allem freute ich mich. Als es dann die ersten recht kurz gehaltenen Trailer gab, war ich sogar eine Zeit lang nahezu begeistert. Doch dann kam der Film in die Kinos und mein Gesicht wurde länger und länger. Nichts war so, wie ich es mir erhofft hatte. Gut, die Transformationen waren von den Computereffekten her wirklich gut umgesetzt, aber die Story an sich war der letzte Müll und so dann auch der Film (leider nicht müllig genug, um als Trash durchzugehen).
Hach, wie schön war das doch in den 80ern gewesen. Samstags morgens, auf RTL, damals noch ein annehmbarer Sender. Und das Spielzeug war der Hammer. Die Verwandlungen waren leicht durchführbar und der Spielspaß war enorm. Einmal hatte ich sogar einen Transformer, der sich in drei Sachen verwandeln konnte, einen Zug, ein Flugzeug und einen Roboter. Ebenfalls gut umgesetzt waren die Transformer/ Decepticon, welche zusammen einen großen Roboter ergaben. Absolut eines der Nonplusultra-Spielzeuge in den 80ern.

MASK (Merchandise)













Ebenfalls in die gleiche Schneise, wie die Transformers, schlugen auch MASK. Verwandlung hieß das Gebot der Stunde und so konnten die heldenhaften Fahrer ihre Fahrzeuge so transformieren, dass Waffen herauskamen (oftmals mit irgendwelchen durch Federmechanismen gesteuerten Abschussaktionen) oder aus einem Jeep ein Boot schoss, und, und, und. Auch hier ließ sich nicht verhandeln, die Beurteilung konnte nur COOL heißen.


Wer jetzt wie ich in Erinnerungen schwelgt und das Bedürfnis hat, mal wieder eine Verwandlung per Hand durchzuführen, dem/der sei gesagt, dass auch heute noch auf Trödelmärkten mit diversem Stuff gehandelt wird.

~Trash Bronson~

1 Kommentar:

NKC hat gesagt…

Ich hatte das Panini-Album zu Monsters in my pocket. Das war ganz Lustig, weil man da quasi noch was "lernen" konnte, wie Z.B. Die Hobbies des Wendigos sind Reiten, schwimmen Lesen usw.
Dann hab ich von den Figuren erfahren und mir eine Packung geholt. Da hab ich gemerkt, dass die bloss aus Gummi sind und nix können. Da wars dann vorbei.

NKC