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Dark Ocean - Eine Reise in den Tod

Dark Ocean - Cover
Dark Ocean - Cover
aka 2103: The Deadly Wake

Kanada / 1997

Regie:
G.Philip Jackson

Darsteller:
Malcolm McDowell
Michael Parè
und weitere








Willkommen im Jahr 2103! Zu allererst eine Enttäuschung - entgegen aller Erwartungen wird in der Zukunft Krempel nicht mit Raumschiffen, sondern immer noch mit normalen Schiffen quer über die Welt gegondelt.
Schauplatz des Films ist eines dieser futuristischen, hexagonalen Frachtschiffe, welches für die Firma Proxate durch den Dark Ocean fährt... wie unheimlich.

So, jetzt fragt ihr euch sicherlich, warum man sich "Die größten Supertanker"- Trashfilm auf DVD reinziehen soll, wenn man doch schon täglich solche Dokus auf DMAX, N24 und Konsorten nicht gucken möchte.
Der Unterschied liegt im Detail. Und wie genau diese Unterschiede meiner Meinung nach aussehen, zeige ich euch hier und jetzt! (Die rudimentäre Story findet ihr übrigens hier: KLICK)



1. Malcolm McDowell ist der Capitain!
Na gut, vielleicht ist er das auch, wenn er nicht grade einen Trashfilm dreht. Aber nur hier kann man ihn in einem Kapitänsjäckchen aus der Zeit der spanischen Armada bewundern, womit er vor der modernen Kulisse schon gnadenlos ins Auge fällt. Zudem ist er fast durchgehend betrunken und stellt später im Film das Schiff unter Kriegsrecht, ohne allerdings Waffen zu haben - vermutlich eine Folgehandlung des Alkohols.


2. Kinderarbeit
Der Navigator des Schiffs ist ein Baby in einem Reagenzglas. Warum ausgerechnet dieses ein Schiff fahren soll und kein Erwachsener bleibt mir jedoch ein Rätsel. Selbst wenn es sich um ein Superbaby handeln sollte, ist Schiffe fahren jetzt keinen Nobelpreis wert, wenn ihr versteht, was ich meine. Glückliche Kinder sehen in meiner Welt auch irgendwie anders aus:
Dark Ocean: Baby im Glas
Dark Ocean: Baby im Glas

3. Meuterei auf der Lilith (so heißt das gute Schiffchen)
Der Rest der Mannschaft besteht aus Häftlingen mit feschen Wedlock-Halsbändern. So spart man sich den Platz für Gefängnisse und Ärger mit der Seemanns-Gewerkschaft. Ich verrate wohl kein großes Geheimnis, wenn ich euch erzähle, dass bei der Plackerei an Bord ein Aufstand quasi vorprogrammiert ist.


4. Tierhorror
Um die ganze Misere (Schniff, Knast, Malcolm am Steuer) zu ergänzen, gibt es zusätzlich auf dem Dampfschiff 3000 auch noch Riesnratten, die die Mannschaft bei jeder Gelegenheit anknabbern. Da gibt es nur eins - sofort beim Reiseleiter melden und das Geld zurück fordern!


5. Bombe über Bord
Damit die Reise auch ja nicht gut geht, gibt es Bomben an Bord, welche aber so naiv versteckt wurden, dass es nicht lange dauert, bis man sie aufspürt. Mein liebstes Versteck hierbei war das hinter einem Gemälde eines Pudels in einem rostigen Maschinenraum - kein weiterer Kommentar notwendig.


6. Welche Katastrophe fehlt?
Ganz genau, Killer-Cyborg an Bord! Eigentlich nur eine Frau mit einem Motorradhelm, ist dieser Roboter durch nichts und niemanden aufzuhalten - nee, ehrlich jetzt! Ein echter Hingucker: Als das gute Stück Blech aus seiner Stasis aufwacht und aus der Kiste krabbelt, macht der Cyborg erst einmal Gymnastik, um die Gelenke aufzuwärmen, versteht sich...


7. Green Slime
Wo entsorgt man Giftmüll und biologische Waffen? GEnau, auf Malcolm McDowells Schiff! Die Frachträume sind voll mit giftigem Kram, der noch giftiger wird, wenn er mit Salzwasser in Berührung kommt - hatte ich übrigens erwähnt, dass ständig und überall Wasser in das Schiff läuft?


8. Das Sahnehäubchen
Als wäre der ganze Tumult unter Deck nicht schon genug, wird das Schiff auch noch ständig mit Raketen beschossen.
Woher? - Nigeria!
Warum? - Selbst Nigeria hat keine Böcke auf den Kahn.
Nachdem ich vorhin mal Nigeria gegoogelt habe, habe ich festgestellt, dass es in Nigeria ja quasi nix gibt - außer Sand natürlich. Zur allgemeinen Beruhigung für alle, die sich grade auf See befinden: Ich glaube keiner in diesem Land (mit Ausnahme von irgendwelchen Warlords natürlich) hat Interesse an Raketen.
Bei diesem ganzen Hickhack wäre ich als Kapitän auch ständig besoffen.


9. Bösewichte
Auch damit müssen sich die wenigsten Frachtschiff-Kapitäne heutzutage rumplagen: 2 Lesben (keine Diffamierung, sondern nur eine Tatsache), die in einem großen Rubixwürfel auf hoher See wohnen und von da aus die Firma Proxane leiten, mit der sie natürlich die Weltherrschaft anstreben.
Wenn man schon eine Firma hat, die einen Sitz in der UNO hat (Hört, hört!... keine Ahnung, wie das gehen soll), sollte man doch in eine freundlichere Gegend ziehen. Ich würde das tun und zusätzlich noch den vorherigen Innenarchitekten erschlagen. Eine der beiden Bösewichtinnen legt dem ersten Offizier auch einen Penisring an (in jedem Pornoschuppen zu erwerben)... hat zwar, glaube ich, auf die Story wenig Einfluss, aber man kann es halt.

Zusammengefasst meine Impressionen zum Film:

Dark Ocean -  der ganze Film
Dark Ocean -  der ganze Film


Bewertung

6 von 10 Punkten

 Und hier noch der Trailer



American Cyborg Terminator


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